Rund zwei Millionen Liter Blut gespendet

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat 2016 rund vier Millionen Vollblutspenden registriert. Bei einem Volumen von 500 Milliliter pro Blutspende entspricht das einem Gesamtvolumen von rund zwei Millionen Liter Blut. Ein Großteil der Spenden entfiel auf die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), wie aus der Antwort (19/1540) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/1214) der Fraktion Die Linke hervorgeht.

So trugen die DRK-Dienste 2,9 Millionen Vollblutspenden zum Gesamtvolumen bei. Das entspricht einem Anteil von rund 73 Prozent. Neben den fünf regional gegliederten Blutspendediensten des DRK sind in Deutschland noch staatlich-kommunale sowie universitäre Spendeneinrichtungen aktiv. Zudem gibt es private Einrichtungen sowie einen Blutspendedienst der Bundeswehr. Die Träger der Spendeneinrichtungen müssen den Angaben zufolge dem PEI jährlich Angaben zum Umfang der Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen machen.

Laut Transfusionsgesetz (TFG) solle die Spendenentnahme unentgeltlich sein, heißt es in der Antwort. Den Spendern könne jedoch eine Aufwandsentschädigung gewährt werden, die 1994 pauschal auf umgerechnet maximal 27 Euro für eine Vollblutspende festgelegt worden sei. Das gemeinnützige DRK erhält staatliche Zuwendungen, Fördergelder und Zuschüsse aus unterschiedlichen Etats. Für die steuerliche Prüfung des DRK sei die jeweilige Landesfinanzbehörde zuständig.

Das DRK werde getragen von ehrenamtlichen Helfern. Ohne dieses Engagement könnte das DRK seine Arbeit im In- und Ausland nicht wahrnehmen, heißt es in der Antwort weiter. Zur Arbeit des DRK gehöre die Versorgung von Verletzten in Kriegen sowie die Unterstützung von Krankenhäusern mit medizinischer Hilfe und sauberem Trinkwasser.

Quelle: Deutscher Bundestag – HIB

15. April 2018

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