Vorbildliches Brandenburger Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe

Es ist schon ein Graus mit diesen Mindestlöhnen, wenn der Job an sich schon derart erniedrigend gehalten wird, sei es in der Bezahlung, Akzeptanz und in dessen Würdigung. Neben „zwangsrekrutierten Jobcentersklaven“, hat dieses Gewebe nun auch noch mit den lästigen Kontrollorganen zu tun, die wie die Fliegen um die wenigen Rechte der Betroffenen ringen sollen. Mit wachsendem Erfolg sogar, so dass der Notstand in dem Gewerbe sich noch erhöht hat. „Billig futtern wie bei Muttern“ – vs. – ordentliche Bezahlung für (inzwischen auf Abruf gehaltene) Angestellte – vs. – flächendeckender Armut. Danke liebe Regierung!

Ergebnis:

267 Mindestlohn-Verfahren in Brandenburg – Im Bundesland Brandenburg sind im vergangenen Jahr 267 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen Vorschriften des Mindestlohngesetzes eingeleitet worden. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/1660) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/1453) mitteilt, handelt es sich um Mindestlohn-, Aufzeichnungs- und Meldeverstöße. Die meisten Verstöße (111) betrafen das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe. Quelle: HIB

Auch wenn der Fisch vom Kopf her an beginnt zu stinken, sollte sich dieses Gewerk langsam mal an einen Tisch setzen und überlegen, wie es denn weiter gehen soll. Vielleicht sollten alle Betroffenen mal in den Ausstand gehen, damit die „Chefs“ begreifen lernen, dass die Angestellten das Aushängeschild des jeweiligen Betriebes sind und mehr wert sein sollten, als die „private Selbstentnahme“ aus der Kasse. Vielleicht haben sie dann auch mal begriffen, dass sie ihre inzwischen zu groß geratene „Klitsche“ alleine gar nicht betreiben könnten. Dank Hartz IV ist jeglicher Betrieb aber sichergestellt worden. Leih + Zeitarbeit und Sanktionen für die fachfremden „Jasager“ und der aussichtsvolle Umgang mit dem „notwendigem Personal“ – zeigen zu deutlichst auf, wie traumhaft doch ein Job in dem Gewerk sein muss.

Und weil dieser Beigeschmack so lecker war … wenigstens ein Prost auf die fleißigen Zollbeamten !!!

25. April 2018