Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen

31. März 2019

Geht es denn auch schneller? Kaum, denn der Verkehr, Baustellen und der Zustand unserer Rennpisten ist besorgniserregend. Hinzu kommt, dass wir nur noch linke Fahrbahnen haben und das Straßenverkehrsgesetz als Spiegelbild zum Chaos sich etabliert hat. Der Schilderwald ist zunehmend und überfordernd angewachsen und die Raststätten werden oft als „wegelagerndes Pippiklo“ gemieden.

Verbleibt somit die Frage, wie schnell möchte man dieses Elend hinter sich bringen? Dazu steht eine Petition im Raum:

Straßenverkehrs-Ordnung – Generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen vom 09.01.2019

Text der Petition – Der Bundestag möge beschließen: Auf deutschen Autobahnen wird ein generelles Tempolimit von 130 km/h eingeführt.

Quelle: Petition 89913

Nun ist der „Raser“ bzw. „Schleicher“ gefragt, ob alles raus muss, was die „Karre“ hergeben kann, oder wie gemütlich man sich die Windräder anschauen möchte. Jedenfalls Klimaziele werden damit nicht erreicht, denn so lange hinten nur das raus kommt, was im oberen Hirn nicht verändert werden möchte, solange kann es auch keinen Bezug zur Geschwindigkeit geben, mit der wir uns alle versüffen.

Die Anzahl der Toten, welche zu bedauern sind, ist in Relation zu den Toten von Krankenhauskeimen zwar nur ein geringer Satz, aber ein gutes Argument, wenn es um die Geschwindigkeit geht. Man könnte aber auch so argumentieren, dass viele Tote hätten vermieden werden können, wenn sie in Autos gesessen hätten, statt in immer kleiner werdenden Hutschachteln.

Die Fahrer sitzen schon in der Mitte des Blechkostümes, aber von hinten … oder von der Seite angemacht, ist das Blechkleid auf Massenware getrimmt, statt auf Sicherheit und damit auch Geschwindigkeit. Betrachtet man sich dann Crashtests bei 100 oder mehr „Spaß“, dann dürfte das KBA diese „Elefantenschuhe“ nicht mal mehr zulassen, denn spätestens dort hört jeglicher „Spaß“ auf.

Und solange die linke Spur – die einzig alternativlose Spur und Chance ist, um einander sich im Wahn zu begegnen, solange wird auch nur nach Ego-Recht und Rambomanier in die Pedale getreten. Statt da zu fahren, wo Platz ist und dies generell auch zu erlauben, wird getreu angestanden und in Kette ziehharmonische Rituale gepflegt. Besonders positiv sind da die „Sonntagsfahrer“, welche am Mittwoch noch unterwegs sind. Aber auch die Fraktion, die zwangsneurotisch kontrollieren müssen, ob an den Leitplanken auch jegliche Markierungen dem deutschen Standard entsprechen, können dem „PS-Profi“ das letzte Stückchen Hirn am Auspuff vernebeln.

Und der Irrsinn Rettungsgasse … ohje, da ist selbst der Reißverschluss verklemmt, wenn es um gemeinsame Stunden geht. Eigentlich ist und sollte der Straßenverkehr mit erfüllendem Sex vergleichbar sein. Einst sanft und miteinander … leider nun verkommen zur Gewalt und Eigensinnigkeit, bei Beibehaltung voyeuristischer Gesetzgebungen. Die Frage sei daher gegeben … Quickie oder Neverend … wie schnell wollen wir schwanger werden, oder einfach mal ankommen?

Schönen 1.April – Sozialticker


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