Der Spruch des Tages … 31.10.2016

… kommt vom Sozialticker und lässt feststellen, dass es doch seltsame Wege gibt Geld zu drucken und im selben Strudel der pervertierten Finanzwelt, sich wie ein Fisch im Wasser wohl zu fühlen. Während Kassenkosten für „Pöbel“ ansteigen, immer weniger Medikamente übernommen werden, die Zuzahlungen ins Unermessliche steigen und dadurch reichlich Überschüsse anfallen, möchte man denken, dass es da mal eine Anpassung gibt, um sich dem Patienten noch besser zu widmen … falsch gedacht:

Zitat: Geldanlage der Krankenkassen

Berlin: (hib/PK) Die Geldanlage der gesetzlichen Krankenkassen ist Thema einer Kleinen Anfrage (18/10125) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. So werde den Kassen nach einer gesetzlichen Änderung ab Jahresbeginn 2017 erlaubt, einen bestimmten Teil ihres Kapitals in Aktien anzulegen.

Es sei nicht auszuschließen, dass Krankenkassen dann in Unternehmen investierten, die durch ihre Produkte oder Produktionsprozesse zu höheren Gesundheitsausgaben beitrügen. Das gelte beispielsweise für Tabak- oder Alkoholproduzenten oder Unternehmen mit hohen Treibhausgasemissionen.

2014 hätten die 78 gesetzlichen Krankenkassen, die damals dem Bundesverwaltungsamt unterstellt waren, über ein Geldanlagevolumen von 26,4 Milliarden Euro verfügt. Diese Liquiditätsreserve diene den Kassen zum Ausgleich der Schwankungen bei den Einnahmen und Ausgaben. Auch der Gesundheitsfonds verfügte über ein Gesamtvolumen in Höhe von mehr als 200 Milliarden Euro. Nach Medienberichten seien auf das Vermögen des Gesundheitsfonds 2015 erstmals „Strafzinsen“ in Höhe von 1,8 Millionen Euro erhoben worden.

Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung nun unter anderem wissen, wie die Kassen ihr Geld bislang angelegt haben.

Quelle: Deutscher Bundestag

Die Widmung wird sich in Zukunft wohl nur noch über den Lohnzettel definieren lassen, oder wer es noch schafft, mit seinen Gebrechen zur Aktienvollversammlung sich rollatieren zu lassen. Der Unterschied zu anderen Ländern war ja schon immer der, dass dortig zu Genesende sich in Erholung befinden – in Deutschland jedoch, nach dem die nicht zuschlagsfreien Herzmedikamente eingenommen wurden, der Patient sich wieder auf Arbeit einzufinden hat. 26,4 Milliarden Euro … und es gibt dafür im Gegenzug nur eine auf Teilzeit und Hartz IV bezuschusste und in Sanktion getriebene „Nachtschwester“? Jepp – genau die dieses System so befürworten, die wählen sicherlich auch CDU/CSU/SPD/GRÜNE etc..

Anmerkung Sozialticker und demnächst auf Ihrer Krankenkarte: „… steigt unsere Aktie schnell und heiter, gehtś mit ihrer Gesundheit auch noch weiter = Ihre Krankenkassenaktiengesellschaft“.

15. Februar 2017