Bei der SPD geht es weiter so …

Die SPD hat abgestimmt und sich für eine „weiterso Politik“ mit Andrea Nahles entschieden. Die Gegenkandidatin Simone Lange hat einen Schritt gemacht der Respekt verdient und wahre Größe gezeigt; sie hat sich in ihrer Bewerbungsrede bei Hartz-IV-Beziehern entschuldigt.

Hartz IV sei für Millionen Menschen Alltag. Die SPD habe in Kauf genommen, dass heute Menschen arm seien, obwohl sie Arbeit hätten. und dafür möchte ich mich bei den Menschen, die es betrifft, entschuldigen.

Etwas, was den SPD „Erneuernden“, die bereits im Amt und Würden sind, sowie überwiegend jahrelang Verantwortung für die Agenda 2010 tragen, nicht über die Lippen kommt oder kommen würde. Mit der Entscheidung Frau Nahles als Vorsitzende zu wählen, hat die SPD gegen eine Erneuerung und für die Fortsetzung des neoliberalen Kurses votiert.

Nichts desto trotz schwafeln die SPD Politiker und auch der neue Arbeitsminister Hubertus Heil von einer überfälligen Reform bei Hartz IV- Mal gucken, ob die Sozialverbände und auch Tacheles demnächst mal eine Einladung bekommt, wir haben dazu einiges zu erzählen, wenn man es denn hören wollen würde.

Quelle: Tacheles e.V.

Anmerkung Sozialticker … jegliche Entschuldigungen können sie sich dahin stecken, wo die Sonne im Allgemeinen nie hinkommt. Entschuldigungen – sieht das aktuelle Strafgesetzbuch – bei den vielen Hartz IV Toten – auch nicht vor. Entschuldigungen – für in Armut gepresste Menschen, für entrechtete Persönlichkeiten und Millionen unter Sanktionen vegetierende Betroffene … dafür gibt es nun eine Entschuldigung?

Widerlich – selbst bei geheuchelten Entschuldigungen verpassen SPD – Kader nicht, die Rot/Grünen/Schwarz … dunkelbunten Opfer und deren Würde mit Füßen zu treten. Respekt dafür, kann vom Sozialticker nicht verlangt werden, sondern nur bodenlose Verachtung.

23. April 2018

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