Schultüten – die richtige Mischung macht es

Viele Kinder sind schon ganz aufgeregt, denn sie kommen bald in die Schule. Endlich nicht mehr klein sein! Und dann gibt es da ja noch die Schultüte, gefüllt mit süßem und nützlichem Allerlei. Doch was gehört da hinein – und was besser nicht? Die Verbraucherzentrale Bremen gibt fünf Tipps.

· Tipp 1: Verzichten Sie auf Überteuertes, wie ein Smartphone, ein edles Markenshirt oder eine Spielekonsole.
· Tipp 2: Nicht zu viele Süßigkeiten, Alternativen dazu sind Schultrinkflaschen und Butterbrotdosen.
· Tipp 3: Großeltern und Paten könnten statt mit teuren Spielzeug, mit Heften, Stiften und einem Malkasten aus umweltfreundlichen Materialien unterstützen.
· Tipp 4: Ein Turnbeutel, Sportbekleidung und Hausschuhe, die die Familienkasse belasten sind auch nützlich.
· Tipp 5: Schön ist auch ein Kalender für die erste Schulwoche, die für jeden Tag eine kleine Überraschung enthält, ein Springseil, Gummitwist, Eintrittskarten für den Zoo oder Kino, auch Seifenblasen, ein Kartenspiel oder Knete kommen gut an.

In Schultüte und Ranzen sollten besser nur umweltfreundliche Materialien Einzug halten. Federmäppchen aus Leder oder Stoff sind robuster als die Konkurrenz aus Kunststoff und garantiert frei von möglicherweise gesundheitsschädlichen Weichmachern. Hefte mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ sind die Musterschüler, da sie zu 100 Prozent aus Altpapier bestehen und besonders problematische und gesundheitsschädliche Stoffe in der Herstellung verboten sind. Auch eine gute Wahl: Filz- und Faserstifte auf Wasserbasis zum Nachfüllen. Im Lacküberzug von Bleistiften können sich giftige Schwermetalle verstecken, darum sollten Eltern besser unlackierte Stifte wählen. Nicht geeignet sind Folienschreiber mit Aufschriften wie „permanent“ oder „Alles Marker“. Sie enthalten schnell verdunstende, organische Lösungsmittel.

Unsere Ernährungsabteilung hilft Ihnen bei Fragen gerne weiter. Sie können einfach unter www.verbraucherzentrale-bremen.de online einen kostenlosen Termin vereinbaren.

Falls der Kauf des Schulranzens noch aussteht, sollten Eltern, Großeltern und Paten darauf achten, dass Sie einen Ranzen nehmen, der nach DIN 58124 gekennzeichnet ist. Diese Norm formuliert Anforderungen an die Qualität (z.B. Wasserdichtigkeit und Stabilität), an die ergonomischen Eigenschaften (etwa Polsterung) und an die Sicherheit. Gemäß dieser DIN muss zur besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr mindestens ein Fünftel der Gesamtfläche von Vorder- und Seitenteilen mit orangerot oder gelb leuchtendem Material ausgestattet sein. Zudem sollten Lichtreflektoren mindestens ein Zehntel der Fläche bedecken. Wichtig ist, auf das Gewicht des Schulranzens zu achten, vor allem wenn er voll bepackt ist. Eltern sollten jüngeren Kindern bei der Auswahl und dem Packen der für den Tag notwendigen Schulutensilien helfen, damit sie kein überflüssiges Gewicht mit sich herumschleppen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/umwelt-haushalt/umweltschutz-fuer-kinder/schultueten-die-richtige-mischung-12907

Quelle: Verbraucherzentrale Bremen

26. Juli 2018

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