Wenn Schichtarbeit – dann aber so gesundheitsverträglich wie möglich

Gesundheit der Beschäftigten schützen – Schichtarbeit besser organisieren. „Wenn schon Schichtarbeit, dann aber auch so gesundheitsverträglich wie möglich“, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Gute Arbeit der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die erneut die gesundheitlichen Risiken in Zusammenhang mit Schichtarbeit aufzeigt.

Ferschl weiter:

„Schichtarbeit macht krank, führt zu sozialer Isolation und erhöht das Unfallrisiko am Arbeitsplatz. Angesichts der sich wandelnden Arbeitswelt, in der immer mehr Menschen in Schicht arbeiten, ist es auch Aufgabe der Politik, für gesundheitsfördernde gesetzliche Rahmenbedingungen zu sorgen. Jede weitere Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes, die laut Koalitionsvertrag geplant ist, muss sich auch daran messen lassen. Die Bedürfnisse und die Gesundheit von Menschen sind immer über ökonomische Interessen zu stellen. Wie wichtig für die Betroffenen eine gute Vorausplanung der Schichtpläne, kurze Nachtschichtphasen oder ein hohes Maß an Zeitsouveränität sind, weiß ich aus persönlicher Erfahrung. Daher müssen auch die Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten gestärkt werden.

DIE LINKE fordert die Verbesserung des gesetzlichen Rahmens für Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen. Dazu gehören eine Begrenzung der gesetzlichen wöchentlichen Höchstarbeitszeit auf 40 Stunden, sowie erzwingbare Mitbestimmungsrechte für Betriebs- und Personalräte unter anderem bei der Arbeitsorganisation und der personellen Ausstattung. Ebenso muss die Arbeitszeit an den Bedürfnissen der Beschäftigten ausgerichtet werden. Dafür brauchen wir verbindliche Ansprüche der Beschäftigten auf familiengerechte Arbeitszeiten und Freizeit muss klar abgegrenzt sein. Es ist essentiell, dass eindeutig geregelt ist, wann Beschäftigte weder erreichbar sein, noch auf Abruf bereitstehen dürfen. Abend-, Wochenend- und Schichtarbeit müssen auf ein unvermeidbares Ausmaß reduziert werden.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

19. März 2018