SAK – Hartz IV Bezieher*innen leben in Armut

Als „realitätsfern“ hat die Saarländische Armutskonferenz die Aussagen den künftigen Gesundheitsministers, Jens Spahn, zu Hartz IV Leistungen bezeichnet. Wer ernsthaft glaube, dass mit der Zahlung von Arbeitslosengeld II die Armut bekämpft werden könne, habe keine Ahnung von der Lebenswirklichkeit armer Menschen, so der Vorsitzende Wolfgang Edlinger.

Hartz-IV Bezieher ständen regelmäßig vor der Wahl mit Ihrem Regelsatz von 416 € für Alleinstehende, entweder Essen zu kaufen oder sich mit Kleidung einzudecken oder notwendige Gesundheitskosten zu bezahlen. Von einer Teilhabe an der Gesellschaft seien die Bezieherinnen und Bezieher von staatlichen Sozialleistungen weit entfernt. Kosten für Bus und Bahn oder gar Eintrittsgelder seinen kaum zu finanzieren. Deshalb bliebe vielen Menschen auch gar nichts anderes übrig, als immer wieder Lebensmitteltafeln aufzusuchen.

Die offizielle Armutsschwelle in Deutschland läge aktuell bei rund 1063 €. Im Großraum Saarbrücken erhielten Alleinstehende Sozialleistungsbeziehende derzeit jedoch nur ca. 850 €, im Monat, einschließlich der gesamten Kosten der Unterkunft. Es sei zynisch zu behaupten, Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter oder Asylleistungen schützen vor Armut.

Quelle: Saarländische Armutskonferenz e.V. – Wolfgang Edlinger, Vorsitzender

13. März 2018