Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Gesundheitskosten notwendig

Die Volkssolidarität bleibt bei ihrer Forderung, die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung abzuschaffen und zur paritätischen Finanzierung der Kosten des Gesundheitssystems zurückzukehren. Das erklärte Verbandpräsident Dr. Wolfram Friedersdorff am Montag zu Medienberichten, laut denen Berechnungen zufolge die Zusatzbeiträge von 2016 1,1 Prozent auf bis zu 2,4 Prozent bis 2020 steigen können. „Die derzeitige ungerechte Finanzierung geht einseitig zu Lasten der gesetzlich Krankenversicherten, die auch weitere Kostensteigerungen allein tragen müssten.“

Die Politik müsse dringend aktiv werden, forderte Friedersdorff. Er erinnerte daran, dass die Bundesregierung 2011 den Anteil der Arbeitgeber an der gesetzlichen Krankenversicherung 2011 auf 7,3 Prozent eingefroren hatte. Das müsse korrigiert werden. „Bei Ausgabenanstiegen müssen alle, also auch die Arbeitgeber, beteiligt werden. Die Aussicht auf weiter anwachsende Zusatzbeiträge in den nächsten Jahren erfordert dringend eine Korrektur zugunsten der vollständigen paritätischen Beitragsfinanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Hinzu kommt, dass die große Anzahl von Flüchtlingen und die mangelnde Finanzierung der Krankenkassenbeiträge der Grundsicherungsbezieher zu einer Schieflage bei der gesetzlichen Krankenversicherung führen.“

Daher sei es legitim, Arbeitgeber und Bund wieder stärker an der Finanzierung der Gesundheitskosten zu beteiligen, betonte der Verbandspräsident. „Das ist die einzig richtig Antwort auf zu erwartende Kostensteigerungen im Gesundheitswesen. Es wäre zutiefst ungerecht, wenn die gesetzlich Krankenversicherten, die Beschäftigten und die Rentner, weiter für eine ungerechte Finanzierung bezahlen müssen.“

Quelle: Volkssolidarität

15. August 2016

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