Renten steigen am 1. Juli, fallen aber bis 2030

„Jegliche Jubelmeldung über die aktuelle Rentenerhöhung ist Augenwischerei“, warnt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

Er fährt fort:

„Zwischen 2002 und 2014 blieben die Renten im Westen um 8,67 Prozent und im Osten um 6,19 Prozent hinter der Lohnentwicklung zurück. Eine Rente nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittslohn erreichte im Jahr 2000 noch 53 Prozent des Durchschnittslohns, heute gerade einmal 47,1 Prozent. Bis zum Jahr 2030 soll das Rentenniveau durch die schwarz-rot-grünen Kürzungsfaktoren auf 43 Prozent gedrosselt werden. Ein Rentner im Osten bekommt nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittsverdienst immer noch 1166 Euro weniger pro Jahr als sein Pendant im Westen. Die Arbeitslosigkeit von Älteren verfestigt sich. Riestern will kein Mensch mehr.

Trotz der kurzfristigen Leistungsverbesserungen, die das Rentenpaket gebracht hat, bleibt die langfristige Bilanz verheerend. Wir brauchen eine Politik gegen Altersarmut und für die Sicherung des Lebensstandards. Die Kürzungsfaktoren müssen aus der Rentenanpassungsformel gestrichen werden.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

30. Juni 2015