Reduzierung der wöchentlich zulässigen Höchstarbeitszeit von 48 auf 40 Stunden

Linke will Arbeitszeit von 40 Stunden. Die Fraktion Die Linke will eine Reduzierung der wöchentlich zulässigen Höchstarbeitszeit von 48 auf 40 Stunden erreichen. Die Bundesregierung soll einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen, heißt es in einem Antrag (19/578) der Fraktion, der am Donnerstag auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages steht und in dem die Regierung aufgefordert wird, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen.

Die im Durchschnitt täglich erlaubte Höchstarbeitszeit von acht Stunden soll beibehalten werden. Zu den weiteren Forderungen der Fraktion gehört ein „Recht auf Nichterreichbarkeit“ für Arbeitnehmer sowie ein Rückkehrrecht für Teilzeitbeschäftigte in die Vollzeit. Arbeitsverträge sollen eine Mindeststundenzahl von 22 Stunden pro Woche enthalten, von der nur auf Wunsch der Beschäftigten abgewichen werden kann.

Zur Begründung ihrer Forderung schreibt die Linksfraktion, für viele Beschäftigte kenne der Arbeitstag kein Ende, während andere unfreiwillig in Teilzeitarbeitsverhältnissen und Minijobs beschäftigt oder erwerbslos seien. Das bereitgestellte, aber begrenzte Angebot an Arbeit müsse gerecht auf alle Menschen verteilt werden. Ein erster Schritt hin zu einer Umverteilung der Arbeit sei die Reduzierung der zulässigen wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Wer lange arbeite, habe weniger Zeit für Familie, für Hobbies, für Freunde, für Erholung oder für ein Ehrenamt. „Der Gesetzgeber ist in der Verantwortung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine bessere Arbeitszeitgestaltung und -verteilung im Sinne der Beschäftigten und der Allgemeinheit zu schaffen“, fordert die Fraktion.

Quelle: Deutscher Bundestag – Berlin: (hib/HLE)

1. Februar 2018

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