Rechte aller Kinder und Jugendlichen schützen und umsetzen

Die Volkssolidarität setzt sich dafür ein, dass die Kinderrechte in das Grundgesetz aufgenommen werden. Das erklärte Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff am Montag anlässlich des Weltkindertages am 20. September. „Die UN-Kinderrechtskonvention fordert Gleichheit und Gleichberechtigung für alle Kinder weltweit, also auch hierzulande. In der Bundesrepublik gibt es erhebliche Defizite bei der Umsetzung dieser Rechte.“

Friedersdorff sagte weiter: „Kinder und Jugendliche haben durch die UN-Kinderrechtskonvention nicht nur Schutzrechte, sondern explizit auch Rechte auf Förderung und Teilhabe. Wir müssen stärker auf ihre Rechte aufmerksam machen und ihnen helfen, sie durchzusetzen.“ Die UN-Kinderrechtskonvention gewähre jedem Kind das Recht auf angemessene Lebensbedingungen und Unterhalt. Demnach dürfte in Deutschland kein Kind in Armut aufwachsen, so der Verbandspräsident. „De facto sind in der Bundesrepublik jedoch etwa drei Millionen Kinder und Jugendliche von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen – davon mehr als 1,9 Millionen, die abhängig von ‚Hartz IV‘-Leistungen aufwachsen. Ein Aufwachsen in Armut bedeutet für diese Kinder oft Mangel und Verzicht sowie Einschränkungen in der gesundheitlichen Entwicklung, geringere Bildungschancen und soziale Isolation.“ Die Volkssolidarität setze sich daher für eine Neuberechnung der „Hartz IV“-Regelsätze ein betonte der Verbandspräsident. Diese müssten den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen, aber auch von deren Eltern, gerecht werden.

„Nicht nur die materielle Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen muss verbessert werden“, stellte Friedersdorff klar. „Es bedarf eines ausreichend finanzierten und qualitativ hochwertigen Bildungs- und Betreuungssystems.“ Bildung müsse allen Kindern möglichst frühzeitig mit zielgerichteten Angeboten zugute kommen und ermöglicht werden. Dies treffe ebenso für die nach Deutschland geflüchteten Kinder und Jugendlichen zu. „Auch für sie gelten die UN-Kinderrechte auf Bildung sowie soziale und kulturelle Teilhabe“, mahnte der Verbandspräsident der Volkssolidarität.

Quelle: Volkssolidarität

19. September 2016

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