Probleme am Arbeitsmarkt nicht länger schönreden, sondern anpacken

„Die Bundesregierung hat keines der großen Probleme am Arbeitsmarkt gelöst. Noch immer sind 1,1 Millionen abhängig Beschäftigte auf ergänzende Hartz IV-Leistungen angewiesen und können nicht von ihrer Arbeit leben. 2,6 Millionen Beschäftigte üben zusätzlich einen Minijob aus, knapp 100.000 mehr als im Vorjahr. Der Abbau der Langzeiterwerbslosigkeit kommt nicht entscheidend voran, obwohl die Bundesregierung hier einen besonderen Schwerpunkt setzen wollte. Die Zeit des Schönredens muss ein Ende haben. Wir brauchen gute Arbeit, von der man leben kann. Dafür müssen jetzt die Weichen gestellt werden“, erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. Zimmermann weiter:

„Der Mindestlohn muss auf zwölf Euro pro Stunde erhöht werden und ohne Ausnahmen gelten. Systematische Niedriglohnbeschäftigung durch Leiharbeit oder über Werkverträge muss endlich unterbunden werden. Minijobs müssen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überführt werden. Zudem muss die Bundesregierung deutlich mehr Mittel zur Unterstützung von Erwerbslosen bereitstellen. Wir brauchen endlich einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor – einerseits um Perspektiven zu schaffen und andererseits um wichtige gesellschaftliche Aufgaben anzugehen, die schon lange brachliegen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

31. August 2016

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