Paritätischer Gesamtverband zum Lebensmittelgipfel

4. Februar 2020

Zum Lebensmittelgipfel erklärt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands: „Es geht nicht um Mindestpreise. Es geht um Mindestqualität. Eine Mindestqualität von Lebensmitteln sollte in diesem reichen Land der Standard sein. Sie ist nötig für eine gesunde Ernährung und für eine Landwirtschaft, die das Wohl von Tieren und Umwelt achtet.

Eine solche Qualität ist nicht zu Dumpingpreisen zu haben. Arme Menschen dürfen dabei nicht als Ausrede benutzt werden: Wir wehren uns dagegen, dass die Armen in diesem Land als Argument gegen Tierschutz oder klimafreundlichen Anbau benutzt werden. Gleichwohl vertritt der Paritätische die Auffassung, dass in deutschen Supermärkten nur Lebensmittel verkauft werden sollten, die klimafreundlich und unter Einhaltung hoher Tierschutzstandards produziert wurden.

Dies hat seinen Preis und der muss sich auch in Leistungen wie Hartz IV oder der Altersgrundsicherung abbilden. Es braucht dringend höhere Regelsätze in Hartz IV und einen höheren Mindestlohn, damit allen das Einkaufen guter Lebensmittel möglich ist. Jeder sollte in die Lage versetzt werden, sich nicht nur gesund, sondern sich guten Gewissens zu ernähren. Wir müssen uns zu einem Warenkorb an Lebensmitteln verständigen, der allen Menschen zusteht.“

Quelle: Der Paritätische Gesamtverband

Anmerkung Sozialticker … es ist wie ein Wettrennen im Kaffeebohnensack, man kann darin solange rühren wie man will, es wird nicht mehr und die Verteilung ändert sich nur mit der raffenden Größe der Hand.

In einen so asozial angelegten System wie Deutschland, wo Hersteller und Verbraucher sich nicht mehr ihre Produkte austauschen können – weil es von Armut, Gier und Abzocke nur so stinkt – kann auch ein Gipfel nur als Gipfel angesehen werden, so wie beim Fisch – es vom Kopfe her anfängt zu stinken.

Ergebnis jeglicher Besserungsversuche: Es landet subventioniert wie üblich im Müll, statt in die Mäuler der Verbraucher. Die einen können es sich nicht mehr leisten zu produzieren … und die Anderen haben keine Mittel mehr, sich es zu leisten.

25 Jogurtsorten … bis hin zu 350 verschiedenen Bierflaschenformen – wie verblödet muss man denn sein, diesen Irrsinn weiter führen zu wollen. Eine Bierflaschenform reicht doch wohl im Suff aus und die Brauerei, die dies nicht mitmachen möchte, ist halt ihre Lizenz los. So einfach kann man den Planeten retten, indem man die Ressourcen als Teil vom Überleben anerkennt. Mistet den Stall Deutschland mal aus und stellt dieses Muster als zukunftsfähiges Modell einer friedlichen Gemeinschaft aus.

Wie besagte es einst ein toller Spruch: „Autos können keine Autos kaufen“ und somit findet den Fehler, oder schaut einfach mal in den Spiegel, ihr erkennt ihn dann sehr schnell.

Ja schnell – was schnell ? … nun schnell wieder hinlegen, denn der Deutsche mag/kann/darf nicht über seine Zukunft nachdenken und obrigkeitshörig überlässt man seit Jahrzehnten – jegliche Problematik zu gern den unfähigsten Diätenempfängern.

Tierwohl, Menschenwohl und Klimawohl … wird wohl ein bisschen zu viel fürs Kapitalistenwohl.


Weitere Meldungen: