Masken ab und Masken auf – bei Geimpften bald der Tageslauf?

7. Oktober 2021

Nach Angaben der Bundesregierung muss davon ausgegangen werden, dass einige gegen das Coronavirus geimpfte Menschen nach Kontakt mit Sars-Cov-2 positiv getestet werden und möglicherweise auch ansteckend sind. Dieses Risiko könne durch Infektionsschutz, also Abstands- und Hygieneregeln sowie Maske tragen, reduziert werden, heißt es in der Antwort (19/32552) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/32196) der AfD-Fraktion.

Es sei daher weiterhin allen empfohlen, vor allem in Innenräumen die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und sich bei bestimmten Tätigkeiten, die den Kontakt zu vulnerablen Gruppen beinhalten, testen zu lassen oder selbst zu testen.

Wenn bei einer vollständig geimpften Person eine PCR-bestätigte Coronainfektion mit Symptomatik festgestellt werde, gelte dies als Impfdurchbruch, heißt es in der Antwort weiter. Diese Fälle flössen in die Statistiken ein und würden wöchentlich vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Impfdurchbrüche unterlägen damit einem guten Monitoring.

Unterschiedliche Bedingungen bei Corona-Tests

Die Spezifität von Corona-Antigen-Tests, also die korrekte Feststellung eines negativen Ergebnisses, hängt nach Angaben der Bundesregierung von mehreren Faktoren ab. Die Spezifität sei abhängig von der Qualität des verwendeten Tests, der korrekten Anwendung und Bewertung sowie von der aktuellen Prävalenz des Virus in der Bevölkerung, heißt es in der Antwort (19/32538) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/32322) der AfD-Fraktion.

Positive Antigen-Tests sollten daher zeitnah mittels eines PCR-Tests bestätigt werden. Die Rate der falsch-positiven Testergebnisse wird den Angaben zufolge bundesweit nicht erfasst. Dies wäre angesichts der Vielzahl verwendeter Tests und unterschiedlicher lokaler Epidemiologie auch nicht repräsentativ, heißt es in der Antwort.

Keine Bundesstatistik über Impfschäden

Eine Bundesstatistik über die Zahl der Anträge und anerkannten Impfschäden im Zusammenhang mit Covid-19-Impfungen wird nach Angaben der Bundesregierung nicht geführt. Es lägen daher keine Angaben darüber vor, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) in Verbindung mit Paragraf 60 Infektionsschutzgesetz (IfSG) für Schadenfälle erbracht worden seien, heißt es in der Antwort (19/32539) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/32316) der AfD-Fraktion.

Quelle: HIB – Deutscher Bundestag

Print Friendly, PDF & Email


Weitere Meldungen: