Leben und Arbeiten unter erschwerten Bedingungen

Wer in einem befristeten Anstellungsverhältnis arbeitet, hat es nicht nur im Berufsleben schwerer. Ein Wohnungswechsel etwa wird schwierig bis unmöglich, weil Vermieter Wert auf das dauerhaft verlässliche Einkommen ihres neuen Mieters bzw. ihrer neuen Mieterin legen; auch Immobilienkredite gibt es nicht für Menschen mit ungesichertem Job. Belegt ist auch ein Wechselspiel zwischen Unsicherheit im Job auf der einen und psychischem Wohlbefinden auf der anderen Seite: Befristete Beschäftigung geht mit weniger Zufriedenheit, Motivation und Leistung sowie Beschäftigungsfähigkeit und mit mehr gesundheitlichen Beeinträchtigungen einher.

Arm trotz Arbeit…

Auch auf das Einkommen wirken sich Befristungen negativ aus. So sind etwa befristet Beschäftigte unter 35 Jahren im Schnitt doppelt so oft arm oder von Armut bedroht wie ihre gleichaltrigen Kolleginnen und Kollegen mit unbefristeten Verträgen. Einer der Gründe dafür: Die Einkommen zwischen befristet und unbefristet Beschäftigten liegen weit auseinander. Während unter den Befristeten aller Altersgruppen 22,8 Prozent in Vollzeit weniger als 1.100 Euro netto verdienen, sind es bei den Unbefristeten gerade mal 6,8 Prozent.

… und seltener eine eigene Familie

Kein Wunder also, dass die Unsicherheit im Job die Planung im Privatleben erschwert und befristet Beschäftigte sich seltener für Ehe und Kinder entscheiden. Unter den Beschäftigten bis 34 Jahre sind fast 28 Prozent der unbefristet Beschäftigten verheiratet, bei gleichaltrigen Befristeten nur 17 Prozent.

( … )

Vollständiger Artikel und Quelle: DGB

25. Januar 2018