Jobcenter sind beim Coaching flexibel

16. Mai 2019

Bei der Umsetzung des begleitenden Coachings im neu geschaffenen sozialen Arbeitsmarkt haben die Jobcenter und kommunalen Träger sehr viel Spielraum und Eigenverantwortung. Das betont die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/9875) auf eine Kleine Anfrage (19/9460) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Zwischenanmerkung Sozialticker … ohja, da sind die neuen „Halter“ sehr flexibel in ihren Begriffen geworden, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass unter Zwang und dem Dornröschenschlaf des BverfG hier nicht nur Menschenrechte verletzt werden, sondern der „Moderne Sklavenhandel“ wieder Einzug erhalten hat.

Es kann auch als „offen geführte Stigmatisierung“ angesehen werden, denn die „Teamkollegen“ sehen die Betroffenen wie „Sträflinge“ und den „Coach“ als eine Art von „Bewährungshelfer“. Noch perfider wird es, wenn der „Coach“ – eigentlich selbst ein beruflicher Looser ist. So wie es in Brandenburg zur Zeit betrieben wird, wollen „Wichtigtuer“ auch etwas zu sagen haben und nutzen dazu auch die Knute des § 31 SGB II als Druckmittel zur Überschattung des eigenen Versagens und Ausweitung von kontrahierten Vertragsverflechtungen.

Aber völlig GAGA ist es, wenn sich „private Unternehmen“ über die Zwangszugeführten beklagen, dass deren Motivation nicht der eigentlichen entspricht, welche man sich erhofft und vorstellen wollte. Besonders krass wird es aber im Gedanken, dass selbst Großunternehmen sich der „billigen Variante“ bedienen und durch / trotz staatlich subventionierter Wettbewerbsvorteile – dennoch in die Pleite rutschen. Über Ideen zur Problematik, wollen selbst die Einheitsparteien nicht mehr nachdenken. Steuerliche Abzocke zur Eigendarstellung und Behauptung marktbräuchlicher Akzeptanz. Europäisch gesehen, ist dies jedoch ein Schande und menschenverachtende Ausgrenzung von Fachkräften, die zu Bittstellern und Jasagern umerzogen werden.

So müsse die von der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellte Leistungsbeschreibung für diese Stellen nicht verbindlich für eine Ausschreibung genutzt werden, stelle aber eine Unterstützung für die Vergabe dar. Auch der Coachingumfang könne im Förderverlauf individuell angepasst werden, schreibt die Regierung.

Offene Stellen in der Altenpflege

Im Jahresdurchschnitt 2018 gab es im Bereich Altenpflege 24.000 bei den Agenturen für Arbeit gemeldete offene Stellen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/9894) auf eine Kleine Anfrage (19/8951) der Grünen-Fraktion.

Quelle: Deutscher Bundestag – HIB

Anmerkung Sozialticker … und warum sind diese Stellen noch nicht mit „freiwilligen Helfern“ besetzt worden? Naaaaa??? Darauf kennt diese Regierung die Antwort, aber für ihre Lobbybanden werden statt bezahlbare Kosten, Zwangrekrutierungen vollzogen. Wir können nur alle Wähler ermutigen zur Wahl zu gehen, um diesem politischen Elend ein schnelles Ende zu bereiten.


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