Die Irreführung – Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs

Die Irreführung des Tages – Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in anderen EU-Mitgliedsstaaten, so heißt es heute in der Online ZEIT mit Verweis auf eine Studie. Mit etwas Nachdenken kommt man zu einem anderen Schluss, nämlich:

Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit saugt aus dem EU-Ausland per Saldo die Kaufkraft von 7,7 Millionen Beschäftigten ab.

Die 4,8 Millionen, die hier so grandios herausgestellt werden, sind die Jobs, die per Saldo übrig geblieben sind.

Mit dieser „Erkenntnis“ soll die angebliche „Mär“ von der schädlichen deutschen Wettbewerbsfähigkeit widerlegt werden, also der maximale deutsche Exportüberschuss nun auch noch als segensreich für die Rest-EU und damit zwangsläufig auch für die ganze Welt erklärt werden.

Denn, so heißt es weiter: „… würde sich die deutsche Wettbewerbsfähigkeit verschlechtern, würde das die Wirtschaftsleistung in der gesamten EU schwächen.“

Dieser Schluss ist so beschränkt, dass nicht einmal die Planwirtschaftsexperten der ehemaligen Sowjet-Union auf die Idee gekommen wären, eine solche Behauptung aufzustellen. Vollkommen ausgeblendet wird die Tatsache, dass Deutschland seit langer, langer Zeit in ganz erheblichem Umfang mehr exportiert als es importiert.

Das heißt, dass die ausländischen Handelspartner ständig mehr Geld nach Deutschland überweisen müssen als von da zurückkommt. Das wiederum bedeutet, dass diesen Handelspartnern irgendwann das Geld ausgehen muss, was ja in vielen EU-Staaten bereits eingetreten ist, so dass sie sich verschulden müssen, um ihre Rechnungen bezahlen zu können.

Vollständiger Artikel und Quelle: Egon W. Kreutzer

21. Juni 2017

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