Hartz IV an Supermarktkasse – das habe mit Würde nichts zu tun

Zur Barauszahlung von Akutzahlungen vom Jobcenter an Supermarktkassen. In Krefeld soll es ein bundesweites Pilotprojekt zur Barauszahlung von Hartz IV an Supermarktkassen geben. An diesem Verfahren gibt es viel (berechtigte) Kritik: im Kern wird gesagt, dass diese Vorgehensweise diskriminierend sei, gegen den Sozialdatenschutz verstoße und dass hoheitliche Aufgaben nicht an Private delegiert werden dürften.

Selbst die örtliche Lokalzeitung hat deutliche Bedenken, sie sieht einen Verstoß gegen die Menschenwürde. Der letzte Satz im örtlichen Kommentar lautet absolut zutreffend:

„In Krefeld sagen sie ja, das habe mit Würde nichts zu tun. Empathie wie eine Autopresse. Wir möchten lieber nicht wissen, welches Bild die Behörde von ihren Kunden hat“.

Hier der Bericht der WZ vom 11.01.2017: http://www.wz.de/lokales/krefeld/in-krefeld-soll-es-hartz-iv-bald-im-supermarkt-geben-1.2594036

Hier ein Musterzahlschein: https://tinyurl.com/yc7w2laj

Sowie eine kleine Anfrage von DIE LINKE mit einigen Hintergrundinfos dazu: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/003/1900371.pdf

Quelle: Presse Tacheles e.V.

21. Januar 2018