Fenster weit auf und raus mit der Kohle

Bekämpfen wir die Obdachlosigkeit neuerdings mit 5-Sterne Hotels?

Anscheint ja, denn im niedersächsischen Steuersäckel macht man die Spendierhosen so richtig weit auf und schleudert Millionen Euros in Erhaltung von Hotelanlagen, statt das Geld zu Wichtigerem einzusetzen. Aber hey, da sich kaum noch einer diese Bettenburgen leisten kann, muss da schon unter die Arme gegriffen werden – oder?

Umsülzt klingt dies so:

„Allein durch die Förderung von 14 Hotelprojekten in Höhe von knapp 17 Millionen Euro entstehen 230 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.“

Und weiter:

„Im Ortskern von Braunlage wird ein neues 4-Sterne-Hotel entstehen. Das Land Niedersachsen beteiligt sich an dieser Investition mit rund 1,3 Millionen Euro. Auch der Norden des Landes kommt nicht zu kurz. Für die auf der Insel Norderney lang erwartete Errichtung eines 5-Sterne-Hotels gewährt das Land einen Zuschuss von 7,4 Millionen Euro. Auf der Insel Langeoog wird ein neues 4-Sterne-Hotel gebaut, das mit einem öffentlichen Zuschuss von gut drei Millionen Euro gefördert wird.“

Aber – was kostet die Welt – immer raus aus mit der Kohle aus dem Fenster und diese 230 Arbeitsplätze … Junge Junge … auf Steuergeld basierte Vorzeigediener – das freut den Hotelier sicherlich besonders. Lasst uns mal rechnen – ach lassen wir dies diesmal, sonst fallen uns da nur Dinge ein, welche man mit dem Geld hätte verwirklichen können.

Wer sich die auf(quelle)nen Spendierhosen näher anschauen möchte — KLICK

6. Juni 2017

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