In Deutschland ist jeder zwölfte Junge oder junge Mann süchtig nach Computerspielen

Weiteres Ergebnis der aktuellen DAK-Gaming-Studie:

Bei Betroffenen verursacht die exzessive Nutzung von Computerspielen massive Probleme. Doch ab wann gelten Kinder als spielsüchtig? Wie viel Zeit sollte in welchem Alter maximal mit Gaming verbracht werden? Und was können Eltern tun, wenn ihr Kind bereits Suchterscheinungen zeigt? Antworten auf diese und andere Fragen bekommen Eltern bei einer aktuellen Telefon-Hotline der DAK-Gesundheit in Karlsruhe.

Experten des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf beraten am 1. Februar zwischen 11 und 17 Uhr. Das Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800 2800 200 können Kunden aller Krankenkassen nutzen.

Nach der DAK-Studie „Game over“ erfüllen 8,4 Prozent der Jungen und jungen Männer zwischen 12 und 25 Jahren die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der so genannten „Internet Gaming Disorder Scale“, einer Skala zur Feststellung, ab wann von suchthaftem Verhalten ausgegangen werden muss. Die Folgen: Betroffene vernachlässigen Freunde und Familie, streiten mit den Eltern oder nehmen nicht mehr an gemeinsamen Mahlzeiten teil. „Als Krankenkasse kümmern wir uns ein Leben lang um unsere Versicherten, deshalb wollen wir Risiken früh erkennen, benennen und Hilfe anbieten“, sagt Jana Eßbauer, stellvertretende Leiterin der DAK-Gesundheit in Karlsruhe. „Mit unserer Hotline beraten wir deshalb Betroffene und Angehörige, wie sie am besten mit dem Thema Gaming und Internetsucht umgehen können.“

Welche Grenzen sollten Eltern im Umgang mit dem Internet setzen? Wie können sie konkrete Probleme mit den Kindern thematisieren? Wie wird eine Internet- oder Computerspielsucht erkannt? Welche Hilfsangebote gibt es für Betroffene und Angehörige? Diese und andere Fragen beantworten die Suchtexperten am 1. Februar von 11 bis 17 Uhr. Weitere Informationen zur Internetsucht bei Kindern gibt es auch im Internet unter www.computersuchthilfe.info oder unter www.dak.de/internetsucht.

Quelle: DAK-Gesundheit

6. Januar 2018