Armutskonferenz fordert sofortigen Stopp von Stromsperren

Die Saarländische Armutskonferenz (SAK) hat die Energieversorger im Saarland aufgefordert mit sofortiger Wirkung auf Stromsperren für säumige Kunden zu verzichten. Das sei notwendig, so der Vorsitzende Wolfgang Edlinger, um mögliche Gefahr für Leib und Leben und kalte Wohnungen zu verhindern sowie die Herstellung warmer Speisen sicherzustellen.

Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost werde aufgefordert kurzfristig den „Runden Tisch zur Vermeidung von Stromsperren“ einzuberufen um rasch Möglichkeiten zu beraten wie die Abschaltung von Strom verhindert werden kann Dazu gehöre die Einrichtung eines Notfonds um besonders Betroffene vor Stromsperren zu schützen. Zudem sei es notwendig, die Stromkosten aus den Bedarfen für Hartz-IV und Grundsicherungsbeziehenden herauszunehmen und wie die Kaltmiete in angemessener Weise zu erstatten. Hier müsse das Saarland im Bundesrat tätig werden.

2012 seien in Burbach 4 Kinder bei einem Brand gestorben, nachdem in der Wohnung der Strom abgestellt und mit Kerzen geleuchtet wurde. „So etwas darf nie wieder vorkommen“ mahnt SAK-Vorsitzender, Wolfgang Edlinger. Das Abstellen von Wasser sei in Deutschland verboten. Es sei nur schwer begründbar warum dies für Strom nicht gelten solle.

Quelle: Wolfgang Edlinger, Vorsitzender Saarländische Armutskonferenz (SAK)

12. Februar 2016

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