Die Armutsindustrie boomt, sobald § 31 SGB II schmackhaft gemacht wird

26. März 2018

Verniedlicht ausgedrückt, nennt man es verherrlichend nun so – „Vermittlung in Leiharbeit“.

Durchschnittlich 33 Prozent der offenen Stellen, die 2017 bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet waren, waren Arbeitsplätze in der Leiharbeitsbranche. Damit ist die Rate der Plätze in Zeitarbeitsfirmen im Vergleich zu 2013 um knapp zwei Prozent gesunken. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (19/1167) auf eine Kleine Anfrage (19/906) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Insgesamt waren laut Bundesregierung im vergangenen Jahr knapp 704.000 offene sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Im gleichen Jahr nahmen rund 85.000 Arbeitslose nach der Vermittlung durch die BA einen Job in der Zeitarbeit an. Bundesweit waren 2017 mehr als eine Million Arbeitnehmer in Leiharbeitsfirmen beschäftigt.

Quelle: Deutscher Bundestag – HIB

Anmerkung Sozialticker… wir benennen es dann doch lieber beim richtigen Namen: „Ausbeutung von Sklaven oder neumoderner Menschenhandel„.

Über die Qualität der Jobangebote wollen wir uns mal nun nicht auslassen, aber hier kann man sich das System „dahinter“ näher beleuchten lassen.

Hatten wir uns heute eigentlich schon bei den Grünen für Hartz IV bedankt? Nein … na dann: „DANKE LIEBE GRÜNE – DANKE !!!“


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