Arbeitsmarktpolitischer Stillstand im Hause Nahles

„Obwohl es zahlreiche Baustellen gibt, auf denen sie aktiv werden müsste, legt die Bundesregierung die Hände in den Schoß. Im Hause Nahles herrscht arbeitsmarktpolitischer Stillstand“, erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum heute vorgestellten Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit für den Monat September. Zimmermann weiter:

„Es fehlen Arbeitsplätze, von denen man wirklich leben kann. Weiterhin müssen 1,1 Millionen abhängig Beschäftigte ihr geringes Einkommen mit Hartz IV aufstocken.

Die Zahl der Langzeiterwerbslosen, die sich seit mehr als einem Jahr vergeblich um eine Stelle bemühen, verharrt auf hohem Niveau bei knapp einer Million.

Der jungen Generation wird der Einstieg ins Berufsleben schwer gemacht, weil nur einer von fünf Betrieben ausbildet. Die Unternehmen stehen in der Verantwortung, heute die Fachkräfte von morgen auszubilden.

Eine solide Qualifikation ist die Grundlage eines erfolgreichen Erwerbslebens. Das gilt ebenso für nach Deutschland geflüchtete Menschen. Für deren Integration in den Arbeitsmarkt hat die Bundesregierung aber bis heute kein Gesamtkonzept vorgelegt.

Die Koalition ist gefordert, endlich aktiv und gestaltend in den Arbeitsmarkt einzugreifen. Die Zahl der Unzufriedenen wächst.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

29. September 2016