Arbeit und Privatleben müssen getrennt werden können

Das besorgniserregende Ergebnis der Studie überrascht mich nicht. Hier zeigen sich die Schattenseiten der technischen Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet, erklärt Jutta Krellmann, Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Jutta Krellmann weiter:

„Arbeit und Privatleben dürfen nicht verschwimmen. Beschäftigte müssen abschalten können. Deshalb ist ständige Erreichbarkeit ein Problem. Arbeitnehmer dürfen sich nicht verpflichtet fühlen, am Abend oder am Wochenende noch aufs Handy zu schauen. Hier sind die Unternehmen in der Pflicht. Es darf nicht sein, dass nach Feierabend auf Beschäftigte zugegriffen wird.

Ständige Erreichbarkeit hat ernstzunehmende Folgen. Erholung und Schlafqualität leiden. Betroffene können krank davon werden. Burnout und Depression werden zu Volkskrankheiten. Schon heute führen psychische Erkrankungen zu Rekordwerten bei Ausfalltagen und Frühverrentungen.

Eine gesellschaftliche Debatte über Arbeitszeit und den Wert von Freizeit ist überfällig. Gerade auch in Hinblick auf die Digitalisierung. Deshalb muss der Arbeitsdruck verringert werden. Niemand darf sich verpflichtet fühlen, außerhalb der Arbeitszeit noch erreichbar zu sein. Eine Anti-Stress-Verordnung würde helfen. Dazu gehört zwingend ein Recht auf Abschalten.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

30. November 2018

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