582 Euro … klingt nach viel – ist aber noch zu wenig

6. Juni 2019

Linke will Regelsatz von 582 Euro. „Die Fraktion Die Linke fordert, den Hartz-IV-Regelsatz sofort auf 582 Euro zu erhöhen. Dazu hat sie einen Antrag (19/10621) vorgelegt, in dem sie kritisiert, dass die aktuelle Armutsquote der Bevölkerung mit 16,1 Prozent deutlich höher liege als vor den Agenda-2010-Reformen und der damit verbundenen Einführung des Arbeitslosengeld II.

Das soziokulturelle Existenzminimum dürfe nicht länger politisch motiviert kleingerechnet werden, es müsse sich an der Armutsgrenze orientieren, schreiben die Abgeordneten. (Quelle: HIB)“

Anmerkung Sozialticker … die FDP kommt hingegen mit einem tollen Vorschlag um die Ecke, dass einfach lesende Wähler dem Glauben verfallen, diese Partei möchte sich dem Grundgesetz anschließen und dem BverfG zuvor kommen. Aber weit gefehlt, wenn man die komplette Meldung liest:

FDP will Hartz IV vereinfachen

Die FDP-Fraktion fordert in einem Antrag (19/10619), das Arbeitslosengeld II zu entbürokratisieren und zu vereinfachen. Das System sei im Laufe der Zeit schwerfällig und bürokratisch geworden, die Zahl der Klagen vor Sozialgerichten sei dramatisch hoch, schreiben die Liberalen. Sie verlangen unter anderem, die Einführung einer Bagatellgrenze von 25 Euro für Aufhebungs- und Erstattungsverfahren von Jobcentern. Die Betreuung und Arbeitsvermittlung von sozialversicherungspflichtig beschäftigten ALG-II-Beziehern sollen die Agenturen für Arbeit übernehmen. Außerdem soll die Übermittlung von Einkommensnachweisen vereinfacht werden und die temporäre Bedarfsgemeinschaft durch einen pauschalierten Mehrbedarf ersetzt werden, schlägt die FDP vor. (Quelle: HIB)

Kleiner Tipp vom Sozialticker —> schafft doch Hartz IV mal ab, dann habt Ihr keine Bürokratie mehr und die paar „Hanseln“ der „Jobcenterschreibtischtäter“, werden sicherlich auch den Genuss von 582 Euro wertschätzen lernen. Und sollten noch Fragen bezüglich der Höhe aufkommen, dann empfehlen wir Fachliteratur vom Feinsten: KLICK


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