490 Tonnen Treibstoff regnen herab – und angeblich keine Alternativen

Keine Alternative zum Treibstoffablass – Berlin:(hib/HAU)- Zivile Flugzeuge haben im Jahr 2016 468,9 Tonnen und im Jahr 2017 490 Tonnen Treibstoff in der Luft abgelassen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/477) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/367) hervor. Militärische Flugzeuge haben nach Angaben der Regierung beim sogenannten Treibstoffschnellablass 22,7 Tonnen im Jahr 2016 und 89,5 Tonnen im Jahr 2017 abgelassen.

Die Bundesregierung verweist in der Vorlage auf ihre Vorbemerkungen zur Antwort (18/9917) auf eine Kleine Anfrage der Grünen (18/9571) aus der vergangenen Legislaturperiode. Danach hätten im zivilen Bereich nur vierstrahlige Langstreckenflugzeuge technische Möglichkeiten zum Ablassen des Treibstoffs in der Luft. Bei diesem Treibstoffschnellablass handelt es sich nach Aussage der Bundesregierung um ein Notverfahren sowohl für zivile als auch für militärische Flugzeuge, um aus Gründen der Flugsicherheit eine sichere Kontrolle und Landung des Flugzeugs zu ermöglichen.

Gründe der Flugsicherheit seien beispielsweise Situationen, die eine schnellstmögliche Landung erforderlich machen, obwohl sich noch große Kraftstoffmengen an Bord befinden, wie beispielsweise unmittelbar nach dem Start. „Der Bundesregierung sind keine konkreten Alternativen eines Treibstoffschnellablasses zur Anwendung im Notfall bekannt, die keine unnötige Gefährdung der Passagiere nach sich ziehen“, heißt es in der aktuellen Antwort.

Was die Umweltfolgen eines Treibstoffschnellablasses angeht, so verweist die Regierung auf eine vom Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ausgeschriebene Studie mit dem Titel „Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Rückständen/Ablagerungen von Kerosin nach sogenanntem Fuel Dumping“. Im Rahmen dieser soll eine aktuelle Bewertung der Auswirkungen von Treibstoffschnellablässen vorgenommen werden, heißt es in der Vorlage.

Quelle: Deutscher Bundestag

25. Januar 2018

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