Berlin: (hib/ROL) Im Wintersemester 2015/16 sind mehr als 11.500 Studienplätze unbesetzt geblieben. Gleichzeitig erhielten tausende Studienberechtigte keinen Studienplatz, schreibt die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (18/11943). Die Abgeordneten wollen wissen, welche Schlussfolgerungen die Bundesregierung aus dem Umstand zieht, dass es einerseits Mehrfachbewerbungen, andererseits aber jedes Semester zwischen 10.000 und 15.000 unbesetzte Studienplätze trotz eines insgesamt massiven Studienplatzmangels gebe.

Das Numerus Clausus (NC) Urteil vom 18. Juli 1972 erlaube es zwar als „vorübergehende Notmaßnahme“ das grundgesetzlich gewährleistete Recht auf freie Berufswahl durch die Erhebung von NCs einzuschränken. Diese „Notmaßnahme“ halte allerdings bis heute an, kritisiert die Linke. Die dadurch notwendigen Mehrfachbewerbungen hätten unbesetzte Studienplätze zur Folge und trügen zum zusätzlichen Mangel an Studienplätzen bei. Das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) sei aufgrund der geringen Beteiligung der Hochschulen derzeit nicht in der Lage, dieses Problem zu lösen.

Quelle: Deutscher Bundestag

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22. April 2017