Zu wenige Langzeitarbeitslose profitieren von Arbeitsmarktentwicklung
Der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler erklärt zur neuesten Beschäftigungsstatistik und den Angaben des Bundesarbeitsministeriums zu den Langzeitarbeitslosen:
„Wenn im Jahr 2011 nur 14,9 Prozent aller Langzeitarbeitslosen eine feste Anstellung finden konnten, geht die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt an zu vielen Menschen vorbei. Die Spaltung des Arbeitsmarktes wird sich weiter verfestigen, wenn die Bundesregierung sich nicht stärker bemüht, Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit der derzeitigen Ausrichtung der Arbeitsmarktpolitik kommen wir aber an den harten Kern der Arbeitslosigkeit überhaupt nicht heran. Dafür muss Frau von der Leyen dringend ein neues Konzept entwickeln.
Langzeitarbeitslosigkeit kann durchaus erfolgreich bekämpft werden. Dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den letzten Jahren so zurückging, zeigt doch, dass die Fördermittel gut angelegt waren. Es war ein schwerer Fehler, im Zuge der Arbeitsmarktreform genau die arbeitsmarktpolitischen Instrumente zu beschneiden, die langzeitarbeitslose und besonders benachteiligte Menschen unterstützen.
Wir brauchen einen Sozialen Arbeitsmarkt, der denen, die bislang von den gesellschaftlichen Entwicklungen abgehängt werden, Möglichkeiten bietet, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Wir müssen Menschen eine Perspektive geben, auch und gerade dann, wenn eine direkte Integration in den ersten Arbeitsmarkt erst einmal nicht realistisch erscheint.”
Quelle: AWO Bundesverband - Pressestelle
Startseite - Veröffentlicht am: 1. Februar 2012 um 13:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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