Zoff beim Mindestlohn und Zaster für höhere Diäten - Großkoalitionäre denken zuerst an sich
Zur Diskussion um den Mindestlohn bei der Post und der parallel dazu getrofffenen Einigung auf eine erneute Diätenerhöhung erklärt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Brigitte Pothmer:
Es ist bezeichnend für die politische und moralische Verfassung von Union und SPD, dass sie sich weiterhin beim Mindestlohn streiten, parallel dazu aber in der Frage einer neuerlichen Diätenerhöhung sofort Einigkeit erzielt wird. Das fatale Signal in die Gesellschaft heißt: das Eigene zuerst. Wo schon auskömmlich verdient wird, kommt noch was drauf - um die Niedriglöhne kümmert man sich später oder gar nicht.
Es ist unverantwortlich, die Interessen der Beschäftigten in der Briefdienstbranche im wahlkampffiebrigen Gezänk der Koalitionäre untergehen zu lassen. Beim Post-Mindestlohn besteht ein enormer Zeitdruck; der Gesetzentwurf für die Ausweitung des Entsendegesetzes duldet keinen weiteren Aufschub.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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