Wirtschaftskrise darf nicht zu Frühverrentung verführen
Anlässlich der Pressemitteilung des IAB zu der in den letzten Jahren verbesserten Erwerbsintegration von älteren Beschäftigten in den Arbeitsmarkt erklärt Irmingard Schewe-Gerigk, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Rentenpolitik:
Wir unterstützen die Forderung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB): es dürfen keine neuen Anreize geschaffen werden, in die alte Strategie der Frühverrentung zurückfallen. Auch die aktuelle Wirtschaftskrise darf Politik und Wirtschaft nicht dazu verführen die Ende 2009 auslaufende Altersteilzeit verlängern zu wollen. Das IAB hat in seinem jüngsten Kurzbericht unseren Eindruck bestätigt, dass in den letzten Jahren die Erwerbsbeteiligung der Beschäftigten über 55 Jahre deutlich verbessert werden konnte.
Die bereits beschlossene Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre (bis zum Jahr 2009) ist Anlass, um die Erwerbsintegration von über 60-Jährigen in den nächsten Jahren deutlich zu verbessern. Arbeitgeber und Betriebsräte sind gefordert, berufliche Weiterbildung, altersgerechte Arbeitsplätze und Gesundheitsförderung ins Zentrum ihrer Personalpolitik zu stellen.
Das Instrument der Erwerbsminderungsrente sollte weiter verfeinert und armutsfest gemacht werden, wenn sich herausstellen sollte, dass viele Menschen aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange arbeiten können.
Eine Kehrtwende wäre unverantwortlich gegenüber den Beitragszahlenden und den zukünftigen Rentnerinnen und Rentner, die die Folgen von falschen Anreizen ausbaden müssten
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veröffentlicht am: 23. Juli 2009 um 7:50 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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