Das Sozialtickerportal

Donnerstag, der 28. August 2008 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Wirksamkeit der Personal-Service-Agenturen überprüfen

Berlin: (hib/MIK) Für eine Überprüfung der Wirksamkeit der Personal-Service-Agenturen (PSA) hat sich der Petitionsausschuss eingesetzt. Deshalb beschloss am Mittwochmorgen einstimmig, die zugrunde liegende Eingabe dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales “als Material” zu überweisen und den Fraktionen des Deutschen Bundestages “zur Kenntnis” zu geben. Die Petentin hatte in ihrer Eingabe die Abschaffung der Personal-Service-Agenturen gefordert. Sie begründete dies damit, dass sich die PSA nur an der Arbeitslosigkeit der Menschen bereichern und Arbeitslose nicht in den ersten Arbeitsmarkt integrieren würden. Um nicht weiter “unnötige Steuermittel für sinnlose Projekte” auszugeben, müssten diese Agenturen geschlossen werden. Das Geld solle vielmehr für die Förderung von Berufsausbildung ausgegeben werden, so die Petentin. In der vom Petitionsausschuss eingeleiteten parlamentarischen Prüfung führte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus, dass die PSA nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch wie alle im Rahmen der Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt eingeführten Maßnahmen von unabhängigen wissenschaftlichen Instituten evaluiert würden.

Der “Bericht 2006 der Bundesregierung zur Wirksamkeit moderner Dienstleistungen am Arbeitsmarkt” (16/3982) stelle zu den PSA fest, dass quantitative Wirkungsanalysen ergeben hätten, PSA-Beschäftige würden aufgrund dieser Tätigkeit später als vergleichbare Arbeitslose ihre Arbeitslosigkeit oder PSA-Beschäftigung durch eine Integration am Arbeitsmarkt beenden. Somit verschlechtere sich nach heutigem Stand die PSA durch den Lock-in-Effekt (Verminderung der Vermittlungs- und Eigensuchaktivität) die Eingliederungschancen. Unhängig davon gebe es jedoch auch erfolgreiche PSA-Projekte, heißt es in dem Bericht der Bundesregierung. Deshalb erschien den Ausschussmitgliedern einvernehmlich die Petition geeignet zu sein, als Grundlage für die weitergehende Überprüfung der Wirksamkeit der PSA zu dienen.

Quelle: Pressedienst des Deutschen Bundestages

Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein   am: Mittwoch, 9. Mai 2007 - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen
Social Bookmarking:


Aktuelle weitere Meldungen:


Anzeige


 

Webseiteninfo: Der Sozialticker e.V. | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen | Kontakt

Service: Vororthilfe Datenbank | Nachrichten als RSS XML | Presseticker

Valid Valid Valid