1 Kommentar

  1. Es gibt keine „Winterzeit“, nicht einmal offiziell, da gibt es nur die MESZ, die Mitteleuropäische Sommerzeit.
    Die Italiener sind da sprachlich viel präziser. Dort heißt unsere „Winterzeit“ ora solare und unsere „Sommerzeit“ ora legale, also die Sonnenzeit bzw. die gesetzliche Zeit.

    Von Natur aus ist bei 360 Grad Erdumfang und 24 Stundentag alle 15 Grad eine Zeitzone mit derselben Stunde. Steht die Sonne im Zenit ist mittags.

    Rußland hat nach einem Intermezzo, wo im ganzen Land die „Sommerzeit“ galt, die „Sommerzeit“ gänzlich abgeschafft. Besser ist das für Mensch und Tier.
    Daß Europa es mal wieder nicht geregelt bekommt – trotz starker Bewegung in Frankreich gegen die „Sommerzeit“ – hier eine einheitliche Position zugunsten der ora solare zu finden, ist nicht nur auf diesem Gebiet typisch. Und so wird alle fünf Jahre beschlossen, die „Sommerzeit“ weiterzuführen.

    Daß schon 1975 bzw. 1980 bei der Einführung in Deutschland das Argument mit der Energieeinsparung nicht galt – jeder kann das selber nachvollziehen, wenn im März und Oktober bei der Zeitumstellung es im März, obwohl von Natur aus schon hell morgens zur selben Zeit plötzlich wieder dunkel ist und im Oktober umgekehrt -, weil die Zeitumstellung selber soviel Energie frißt, interessiert offensichtlich auch weitrhin nicht. Eine neuere Untersuchung soll jetzt ergeben haben, daß auch vor allem in den hier kalten Frühlingsmonaten die Zeitumstellung – eine Stunde früher als die ora solare – zu erhöhtem Energieverbrauch durch Heizen führt.
    Da die Computer und der Welthandel 24 Stunden am Tag laufen, ist selbst dieses ökonomische Argument mittlerweile komplett hinfällig.

    Bleibt die Aufrechterhaltung als staatliches Terrorinstrument gegen die Bevölkerung.

    Herbert Masslau

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