2 Kommentare

  1. Es gibt keine „Winterzeit“, nicht einmal offiziell, da gibt es nur die MESZ, die Mitteleuropäische Sommerzeit.
    Die Italiener sind da sprachlich viel präziser. Dort heißt unsere „Winterzeit“ ora solare und unsere „Sommerzeit“ ora legale, also die Sonnenzeit bzw. die gesetzliche Zeit.

    Von Natur aus ist bei 360 Grad Erdumfang und 24 Stundentag alle 15 Grad eine Zeitzone mit derselben Stunde. Steht die Sonne im Zenit ist mittags.

    Rußland hat nach einem Intermezzo, wo im ganzen Land die „Sommerzeit“ galt, die „Sommerzeit“ gänzlich abgeschafft. Besser ist das für Mensch und Tier.
    Daß Europa es mal wieder nicht geregelt bekommt – trotz starker Bewegung in Frankreich gegen die „Sommerzeit“ – hier eine einheitliche Position zugunsten der ora solare zu finden, ist nicht nur auf diesem Gebiet typisch. Und so wird alle fünf Jahre beschlossen, die „Sommerzeit“ weiterzuführen.

    Daß schon 1975 bzw. 1980 bei der Einführung in Deutschland das Argument mit der Energieeinsparung nicht galt – jeder kann das selber nachvollziehen, wenn im März und Oktober bei der Zeitumstellung es im März, obwohl von Natur aus schon hell morgens zur selben Zeit plötzlich wieder dunkel ist und im Oktober umgekehrt -, weil die Zeitumstellung selber soviel Energie frißt, interessiert offensichtlich auch weitrhin nicht. Eine neuere Untersuchung soll jetzt ergeben haben, daß auch vor allem in den hier kalten Frühlingsmonaten die Zeitumstellung – eine Stunde früher als die ora solare – zu erhöhtem Energieverbrauch durch Heizen führt.
    Da die Computer und der Welthandel 24 Stunden am Tag laufen, ist selbst dieses ökonomische Argument mittlerweile komplett hinfällig.

    Bleibt die Aufrechterhaltung als staatliches Terrorinstrument gegen die Bevölkerung.

    Herbert Masslau

  2. DAK-Gesundheit

    29. Oktober 2017 um 18:15

    Frauen leiden besonders unter der Zeitumstellung DAK-Umfrage:

    Fast drei Viertel der Deutschen sind für Abschaffung Karlsruhe, 27. Oktober 2017. Den Menschen in Deutschland macht die Zeitumstellung zu schaffen.

    Vor allem Frauen leiden darunter: Im Vergleich zu den Männern haben sie fast doppelt so oft Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung (16 vs. 28 Prozent). Das ist das Ergebnis einer aktuellen und repräsentativen Umfrage der DAK Gesundheit. Insgesamt hatte bereits mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) schon einmal körperliche oder psychische Probleme damit. „Fast drei Viertel aller Befragten halten die Zeitumstellung für überflüssig und plädieren dafür, sie abzuschaffen“ erklärt Michael Richter, Leiter der DAK-Gesundheit in Karlsruhe.

    In der Nacht zum 29. Oktober wurden die Uhren von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt. Ab dann gilt wieder die Winterzeit. Das sind die häufigsten Beschwerden durch die Zeitumstellung:

    Drei Viertel aller Betroffenen fühlen sich müde und schlapp – bei den befragten Männern sind es 70 Prozent, bei den Frauen sogar 79 Prozent. Insgesamt 60 Prozent haben Einschlafprobleme und mehr als ein Drittel kann sich schlechter konzentrieren. Zwölf Prozent gaben sogar an, depressive Verstimmungen zu haben. Jeder fünfte Berufstätige ist deswegen schon einmal nicht pünktlich zur Arbeit gekommen.

    DAK-Ärztin Elisabeth Thomas erklärt: „Der Biorhythmus stellt sich nicht von einem Tag auf den nächsten um – viele Menschen brauchen etwas Zeit, um wieder in den Takt zu kommen. Wer sich aufgrund der Zeitumstellung schlecht fühlt, dem helfen Entspannung, frische Luft und ein bisschen Geduld.“ Menschen mittleren Alters stärker betroffen Auch das Alter spielt beim Umgang mit der Zeitumstellung eine Rolle: Während Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren selten über Probleme durch den Mini-Jetlag klagen (15 Prozent), setzt die Zeitumstellung den 45- bis 59-Jährigen besonders zu (29 Prozent).

    „Die meisten Menschen in diesem Alter haben einen Job und Kinder. Ihr Tagesablauf ist dadurch weniger flexibel als bei den Jüngeren und Älteren, deshalb fällt ihnen die Umstellung schwerer“, sagt die DAK- Ärztin. Mehrheit hält Zeitumstellung für überflüssig Seit Jahren wächst der Widerstand gegen die Zeitumstellung: Die Mehrheit der Befragten (72 Prozent) hält sie für sinnlos und befürwortet die Abschaffung. Jeder Zweite hält es für realistisch, dass die Zeitumstellung tatsächlich abgeschafft wird.

    In Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und so Energie zu sparen. Die Sommerzeit dauert jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Ab dann gilt wieder die eigentliche Normalzeit, die umgangssprachlich Winterzeit genannt wird. Schlaf-Tipps im Internet Für einen besseren Schlaf bietet die DAK-Gesundheit im Internet ein umfangreiches Schlaf-Special an: Auf http://www.dak.de/schlaf gibt es viel Wissenswertes rund um das Thema gesunder Schlaf sowie ein Schlaftagebuch. Betroffene können damit ihren Schlaf-Wach-Rhythmus genau protokollieren. Das ist eine wertvolle Grundlage, um Beschwerden einordnen zu können.

    Quelle: Presse DAK-Gesundheit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Sozialticker

Nach oben↑ ↑

Google+ Twitter