Widersprüche gegen Sanktionen

Berlin: (hib/CHE) Im Jahr 2015 gab es im Bereich des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) insgesamt 51.100 erledigte Widersprüche gegen Sanktionen, davon wurden 18.600 ganz oder teilweise stattgegeben. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/8048) auf eine Kleine Anfrage (18/7971) der Fraktion Die Linke. Erledigte Klagen gegen Sanktionen gab es demnach insgesamt 5.900, davon wurden 570 mit einem Urteil oder Beschluss ganz oder teilweise stattgegeben und weitere 1.800 unter ganz oder teilweisem Nachgeben seitens der Jobcenter erledigt, heißt es in der Antwort.

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker … na, bei solch glatten Zahlen kommt einem ja der Gedanke, dass die Erde doch eine Scheibe sein muss … 🙂

2 Gedanken zu „Widersprüche gegen Sanktionen“

  1. Jeder sollte sich überlegen(auch die Arbeitsplatzbesitzer)welche Auswirkungen dieses System auf jemanden persönlich hat wenn man keinen Widerstand leistet. Es ist nicht nur die Sanktion, Rentenbeiträge werden auch nicht gezahlt, diese Auswirkungen kommen dann wenn man sie überhaupt nicht gebrauchen kann. Personenbezogen gibt es seitens der Jobcenter(schon der Name ist falsch)genug Möglichkeiten Betroffene zu schikanieren.
    Sanktionen sind nur Schikane, Geld einsparen, ändern aber keine Denkweise, erzwingen vielleicht eine andere Verhaltensweise und setzen Betroffene unter Druck.
    Aus meiner Sicht müsste der persönlich bestraft werden, der sich am Existenzminimum vergreift, denn das Wort sagt schon das es ein Minimum ist!!!
    Man kann nur hoffen das sich genug Betroffene und Arbeitsplatzbesitzer mit dem System Hartz IV,deren Folgen und Ihren eigenen Möglichkeiten beschäftigen und sich je nach Notwendigkeit wehren!

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