Berlin:(hib/EIS)- Die Anzahl der in der Landwirtschaft tätigen Arbeitskräfte ist von knapp über einer Million im Jahr 2010 auf 940.000 im Jahr 2016 gesunken. Signifikant war der Rückgang unter den Familienarbeitskräften von 556.000 auf 449.000. Auch bei den Saisonarbeitskräften ist ein starker Rückgang von 330.000 auf 286.000 zu verzeichnen.

Im Gegensatz dazu wurde bei den ständig familienfremden Arbeitskräften eine Zunahme von 193.000 auf 204.000 registriert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/13062) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/12712) zum Agrarstrukturwandel hervor. Die Angaben beruhen auf den Daten der Landwirtschaftszählung 2010 sowie den Agrarstrukturerhebungen der Jahre 2013 und 2016. In der Antwort heißt es dazu weiter, dass der vermehrte Einsatz modernerer Technik und die dadurch bedingten Effizienz- und Produktivitätssteigerungen Auswirkung auf die Zahl der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte habe.

Außerdem würden vermehrt externe Dienstleister wie Lohnunternehmen die Arbeiten in den Landwirtschafsbetrieben übernehmen. Die von diesen Dienstleistern erledigten Arbeiten und die dazu benötigten Arbeitskräfte seien in den Agrarstrukturerhebungen nicht abgebildet.

Quelle: Deutscher Bundestag

10. Juli 2017