„Der Welttag der Armen ist eine Mahnung und Herausforderung an alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte, nicht nachzulassen im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung“, betont Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich des am 19. November erstmals von Papst Franziskus ausgerufenen Welttag der Armen.

Armut und Ausgrenzung habe viele Gesichter, führe aber immer dazu, dass Menschen in ihrer Würde beschädigt und ihren Lebenschancen massiv eingeschränkt würden, so Neher. So raube die Vielzahl an kriegerischen Konflikten, Vertreibungen und Hungersnöten weltweit vielen Millionen Menschen die Lebensgrundlagen. Auf tragische Weise werde dies zum Beispiel am Schicksal der Rohingya sichtbar. Die Weltgemeinschaft stehe dieser großen weltweiten Not oftmals hilflos gegenüber.

Aber auch in einem reichen Land wie Deutschland gebe es Armut und Ausgrenzung. „Die neue Bundesregierung ist dringend gefordert, die Bekämpfung der Armut von Kindern und Familien wie auch Konzepte gegen die wachsende Altersarmut ganz oben auf die Themenliste der Koalitionsvereinbarung zu setzen“, fordert Neher. „Nicht zuletzt gilt es, die Sozialversicherungssysteme armutsfest auszugestalten und so zu verhindern, dass immer mehr Menschen auf steuerfinanzierte Transferleistungen angewiesen sind.”

Die von Papst Franziskus geforderte „Kultur der Barmherzigkeit“ müsse persönlich und politisch übersetzt werden in konkretes Handeln. „In der Botschaft des Papstes und seinem eindrücklichen Appell, dass alle verantwortlich sind für eine sozial gerechte und menschliche Welt sehen wir als Caritas die Aufgabe, mit unserer Arbeit einen Beitrag dazu zu leisten, dass Menschen weltweit und in Deutschland gute Lebensbedingungen haben“, so Neher.

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V.

15. November 2017