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Donnerstag, der 04. Dezember 2008 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Weitere Nullrunden bei der Rente

Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland müssen sich auch für 2007 und 2008 auf eine Nullrunde einstellen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2006 hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegt hat und den der Bundestag am Donnerstag in erster Lesung beraten wollte. Allerdings bleiben die Senioren danach bis 2008 aufgrund einer Schutzklausel auch vor Rentenkürzungen verschont.

Die Rentner haben bereits drei Nullrunden hinter sich. Die unterbliebenen Abschläge sollen ab dem Jahr 2011 nachgeholt und mit den dann erwarteten Rentensteigerungen verrechnet werden.

Der Rentenversicherungsbericht enthält die Einschätzungen der Bundesregierung für die Entwicklung der Alterssicherung bis zum Jahr 2020. Er wird jährlich aktualisiert. Insgesamt geht die Regierung davon aus, dass die Renten bis 2020 um 21 Prozent steigen. Im Jahresdurchschnitt wären das 1,4 Prozent.

Vorausgesetzt wird dabei, dass sich die Löhne im Westen nach dem Jahr 2010 durchschnittlich um 2,5 Prozent erhöhen, im Osten um 3,6 Prozent. Laut Bericht nimmt die Beschäftigung im kommenden Jahr um 0,6 Prozent zu.

Bis zum Jahr 2020 soll die Beschäftigung im Vergleich zu heute um 800.000 zunehmen. Die Entwicklung der Rentenhöhe hängt von den Veränderungen bei Beschäftigung und Löhnen ab. Dem Bericht zufolge sinkt das Rentenniveau vor Steuern gemessen am Einkommen von 52,4 Prozent in diesem auf 46,6 Prozent im Jahr 2020. Ohne zusätzliche Altersvorsorge sei der erworbene Lebensstandard im Alter nicht zu halten, schreibt die Regierung. Allerdings bleibe die gesetzliche Rente die zentrale Säule der Altersvorsorge. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung steigt im Jahr 2007 von 19,5 auf 19,9 Prozent und bleibt den Angaben zufolge auf diesem Niveau bis 2012. Er sinkt dann bis 2014 auf 19,2 Prozent, bevor er bis 2020 auf 20 Prozent ansteigt. Bei den Rentenfinanzen gibt es eine leichte Entspannung: Die Nachhaltigkeitsrücklage (früher Schwankungsreserve) steigt von 1,7 Milliarden Euro (gleich 0,11 Monatsausgaben) Ende 2005 auf 8,2 Milliarden Euro ( gleich 0,52 Monatsausgaben) Ende 2006. Der Anstieg beruht - neben dem Anziehen der Konjunktur - insbesondere auf dem Vorziehen der Beitragsfälligkeit. Die Rentenkassen konnten in diesem Jahr danach einmalig 13 statt zwölf Mal Beitragseinnahmen in Höhe von rund 10,5 Milliarden Euro verbuchen.

Laut Rentenbericht sinkt die Nachhaltigkeitsrücklage in den kommenden Jahren wieder, wird aber bis zum Jahr 2010 wieder auf 0,47 Prozent steigen. Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, wird die Rentenkasse 2008 ohne zusätzliche Geldspritze des Bundes auskommen.

Quelle: Pressedienst des Deutschen Bundestages

Was jedem klar sein sollte, bis eine Rentenerhöhung ausgezahlt wird, werden ca. 60% der jetzigen Renter diese leider nicht mehr erleben. Und wieder einmal wurde eine sozialschwache Gruppe vor vollendeten Tatsachen gesetzt, oder werden die Rentner nun doch noch mobil und veranstalten Massenproteste ? Wohl eher nicht und deswegen braucht man von Seiten der Regierung auch nicht mit “hörbarem” Widerstand zu rechnen.

Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein   am: 14. Dezember 2006 um 13:39 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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