Was der Bürger über die Arbeitslosenzahlen wissen sollte
Viele Kommunen haben in den vergangenen Monaten Daten zur Arbeitslosigkeit an die Bundesagentur für Arbeit geliefert, häufig sogar kontinuierlich über einen längeren Zeitraum.
Dennoch liegen manche Bestandsdaten nicht im plausiblen Bereich. Zum Teil sind auch noch vollständige Datenausfälle zu verzeichnen. Um diese Informationslücken zu füllen, wurden bislang Schätzwerte auf Basis eines linearen Regressionsmodells bestimmt.
Dieses Schätzmodell wird weiterhin für jene Kreise Anwendung finden, für die aus den letzten drei Monaten keine plausiblen Meldungen vorlagen. Oftmals beschränken sich Datenausfälle allerdings auf einen Zeitraum von ein oder zwei Monaten und es liegen aus den Vormonaten bereits Informationen über das Niveau und über die Struktur der Arbeitslosigkeit in diesen Kreisen vor. Die bloße Übertragung dieser Vormonatswerte auf einen aktuellen Monat bietet keine gute Grundlage um die Entwicklungen am aktuellen zeitlichen Rand zu beschreiben. Um die Niveau-Information der Vormonate zu nutzen, aber gleichzeitig die jeweiligen Entwicklungen aufzuzeigen, müssen zusätzliche Informationen genutzt werden. Dafür wurde ein Fortschreibungsmodell entwickelt, beim dem neben den letzten validen gemeldeten Werten auch die durchschnittliche Entwicklung von Kreisen mit ähnlicher Arbeitsmarktstruktur genutzt wird. Ab dem Berichtsmonat Februar 2006 werden einzelne fehlende Werte in einer Zeitreihe von validen gemeldeten Daten mit Hilfe des Fortschreibungsmodells ersetzt.
Der Erhebungsstichtag der Statistiken der Bundesagentur für Arbeit wird ab 2005 auf die Monatsmitte gelegt, bisher wurden statistische Erhebungen jeweils am Monatsende durchgeführt. Damit kann in der Regel schon am Ende des Berichtsmonats über den Arbeitsmarkt berichtet werden, zudem passen Monatsmittezahlen besser zu den Monatsdurchschnittswerten der ILO-Erwerbsstatistik.
Der Vorjahresvergleich ist wegen unterschiedlicher Stichtage etwas verzerrt.
Lesen Sie mehr und vor allem das, was nicht über die Medien geht hier im:
Monatsbericht November 2006 Bundesagentur für Arbeit
Lesen Sie auch den Trick, wie man 8 Millionen Menschen in der Statistik verschwinden lassen kann nach.
8,17 Millionen Menschen leben von Hatz IV
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