Nennen wir es nun Schadenfreude, oder doch lieber der Sieg über die Vernunft?

Zumindest ist es ein Signal an die „Papiertiger„, welche sich mit übergroßen Lettern auf bedrucktem Papier einen Marktvorteil / Anteil noch sichern wollten und nun kläglich im zweistelligen Prozentsatz langsam aussterben. Mit ihnen sterben werden noch weitere Zweige vom derzeitigen Ast und viele Betroffene sollten beginnen, sich neuen Wegen zu widmen – bis hin zum Zug einer BG-Nummer beim zuständigen Jobcenter.

Die monopolen postbekutschten Zeiten sind vorbei, auch wegen der gestiegenen Glaubenskrise der Leserschaft – und dass, was in den „Vogelkäfigunterlagen“ bisher noch als Nachricht bezeichnet wurde – können Internet, Radio und TV – in digitaler Schärfe aktuell besser. Auch wird dem Leser jegliche Information zeitnaher gereicht. Dies ist der Trend, welchen viele verschlafen haben. Um den Schwund entsprechend abzufedern, springt man auf einen für sie bereits abgefahrenen Zug auf und stellt fest, im letzten Waggon sich zu befinden und „Geld“ in dieser Situation auch nicht mehr helfen kann, um die Lok zu besteigen. Und so versuchten einige Anbieter, ihre Beiträge per Abonnement zu vermarkten, was ebenso in die Hosen ging, denn bei der Vielfalt der internetbasierten Informationsfreiheit (sprachbarrierefrei) – gibt es nichts, was es nicht gibt – kostenfrei.

Zwar nicht ganz kostenfrei – und weil der Internet Basisanschluss von vielen Nutzern bereits als Abgabe betrachtet wird, ergaben sich schon neue Wege zum entsprechenden Gelddruck – „Abmahnwahnsinn“. Keiner will verstehen, warum für „umworbene Dienste“ erneut die Börse gezückt werden soll. Schon den Kindern wird eingeprägt, sich nicht vom „bösen Mann“ ansprechen zu lassen, geschweige einen bunten Bonbon anzunehmen – nur im heutigen Erwachsenenalter, will man Leser in doppelte Abofallen locken? Wenn die Leser blöd wären, dann wären sie nicht weg !!!

Auch eine Rettung in noch mehr Werbemüll, welchen TV Zuschauer schon ablehnend gegenüberstehen – kann das Sterben nicht mehr aufhalten, auch wenn mit aller Kraft versucht wurde, technische Möglichkeiten von Adblockern gesetzlich verbieten zu lassen. Ergebnis würde sein, dass solche Seiten auf entsprechende „Blacklisten“ kommen und auf deren Konsum vollständig verzichtet wird. Die Verlage müssen es für sich entscheiden – und wenn weiterhin laut genug gejammert wird, kommt es bestimmt eines Tages zu einer neuen Gesetzgebung, dass nur „Handverlesene“ mit Nachrichten und bunten Bildern agieren dürfen. Bei der Musikindustrie ist dieses Prinzip bereits Alltag.

Fazit Sozialticker: „Die Gewinner sind – und werden die Leser sein, wenn diese in den Parkanlagen mit ihren Tablets, virtuell beim Sozialticker lesen können und in der Betrachtung der umher stehenden Bäume erkennen, dass die bunte Vielfalt nicht verschwenderisch auf Papier gedruckt werden muss.“ ( Ohje – nun klingen wir schon wie die GRÜNEN 🙂 )

26. Januar 2017