Wachsender Niedriglohnbereich: Grüne fordern Anti-Armutsprogamm für Erwerbstätige
Vor dem Hintergrund der drastischen Zunahme der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland erklärt Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin:
Wir brauchen endlich ein Anti-Armutsprogramm für Erwerbstätige. Nur so kann verhindert werden, dass die Zahl derjenigen, die von ihrer Arbeit nicht leben können, immer weiter steigt. Die Entwicklung ist erschreckend: Jeder Fünfte arbeitet für einen Niedriglohn; fast 70 Prozent der Betroffenen verfügen über eine Berufsausbildung. Offenbar drücken immer mehr Arbeitgeber die Löhne auf Kosten der Allgemeinheit. Jetzt muss auch endlich die Union aufwachen: Wir brauchen überall Mindestlöhne und nicht nur ein bisschen.
Darüber hinaus muss ein Anti-Armuts-Programm auch kleine Einkommen spürbar entlasten, damit Geringverdienende wieder mehr in der Tasche haben. Dafür sorgt das grüne Progressiv-Modell. Flankierend brauchen wir die Reform des Wohngelds und des Kinderzuschlags. So kann die zunehmende Abhängigkeit von Erwerbstätigen vom Arbeitslosengeld II wieder zurückgedreht werden.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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