Volkssolidarität fordert Rücktritt von Renten - Zockern
Wenn Gelder aus der gesetzlichen Rentenversicherung auf dem Finanzmarkt verzockt werden, müssen diejenigen, die diesen Skandal verursacht haben, zur persönlichen Verantwortung gezogen werden, forderte am Freitag der Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität, Dr. Bernd Niederland. Das müsse auch die Spitze der Deutschen Rentenversicherung mit einschließen. “Die bekannt gewordenen Vorgänge um Geldanlagen aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei der deutschen Tochter der angeschlagenen Bank Lehmann Brothers können nur als unglaublich bezeichnet werden. Das gilt auch für den ähnlichen Fall bei der Unfallversicherung.”
Hier sei ein weiteres Mal Vertrauen der Beitragszahler in die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) und die Sozialkassen zerstört worden.
“Das ist durch nichts zu rechtfertigen und muss Konsequenzen haben”, sagte Niederland. “Anstatt die gesetzliche Rente zu sichern, wird sie durch solche Aktivitäten weiter gefährdet und in den Augen der Beitragszahler ein weiteres Mal in Frage gestellt. Es ist zu befürchten, dass die bekannt gewordenen Fälle keine Einzelfälle sind.”
Die aktuelle Finanzkrise habe gezeigt, dass die viel gepriesene private Altersvorsorge nicht die versprochene Sicherheit bietet. “Wenn nun auch die gesetzlichen Sozialkassen in den Strudel der Bankenkrise geraten, fragen sich die Bürger zu Recht, wem sie noch ihr Geld anvertrauen können”, betonte der Bundesgeschäftsführer. Die Bundesregierung dürfe nicht abwiegeln und müsse Konsequenzen ziehen, egal, ob das Geld durch irgendwelche Fonds oder auf andere Weise abgesichert zu sein scheint. Niederland forderte: “Es muss alles dafür getan werden, verlorenes Vertrauen wieder herzustellen. Dazu gehört auch, die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung wieder als wichtigste Form der Alterssicherung zu stärken und sie zu einer Erwerbstätigenversicherung auszubauen.”
Quelle: Presse Volkssolidarität
Startseite - Veröffentlicht von: Sozialticker am: 25. Oktober 2008 um 6:16 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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