Volkssolidarität begrüßt Rentenangleichung und fordert Ersatz für Hochwertung der Ost-Rentenansprüche

„Es ist zu begrüßen, dass Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ankündigt, den Koalitionsvertrag in der Frage der Rentenangleichung zwischen Ost und West umzusetzen.“ Das sagte der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, am Freitag zu dem Bericht der Sächsischen Zeitung, dass Bundesministerin Nahles die Ost-Rente in zwei Schritten bis 2020 angleichen wolle.

„Dazu muss jetzt ein Gesetzentwurf auf den Tisch“, betonte Friedersdorff. Er forderte ein „behutsames Vorgehen“ und Alternativen für die bisherige Hochwertung der Ostlöhne für die Rente.

„Nach 26 Jahren Deutsche Einheit ist es längst überfällig, das Rentensystem zwischen Ost und West zu vereinheitlichen“, stellte der Verbandspräsident klar. „Die notwendigen Schritte dazu müssen aber behutsam gegangen werden. So sehr die Angleichung des Rentenwertes Ost zu begrüßen ist, so sehr ist auch darauf zu achten, dass künftige Neurentner nicht über Gebühr benachteiligt werden.“ Auf Dauer sei die Hochwertung der Entgelte der Beschäftigten im Osten nicht aufrecht zu erhalten, so Friedersdorff. „Eine ersatzlose Streichung der Hochwertung lehnt die Volkssolidarität ab. Sie fordert, genauestens mögliche Alternativen zu prüfen, wie zum Beispiel die Rente nach Mindestentgeltpunkten für Niedrigverdienste in Ost und West.“

Quelle: Volkssolidarität