Videoüberwachung löst keine Gewaltkriminalität
Zur Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik 2007 durch Bundesinnenminister Schäuble erklärt Silke Stokar, innenpolitische Sprecherin:
Die Gewaltkriminalität ist seit Jahren auf einem nicht hinnehmbaren hohen Niveau und steigt weiter an. Der Anstieg der gefährlichen und schweren Körperverletzungen um 2,6 Prozent zeigt, dass wir es mit einer weiteren Brutalisierung der Straftaten im öffentlichen Raum zu tun haben.
Videokameras sind jedoch offensichtlich kein geeignetes Mittel, die Gewalttäter abzuschrecken. Das jüngste Gutachten über die flächendeckende Videoüberwachung in London zeigt: Hier wurden Millionenbeträge für technische Überwachung eingesetzt, ohne dass es zu einem erkennbaren Rückgang der Kriminalität gekommen ist.
Mehr Sicherheit auf den öffentlichen Straßen und Plätzen sowie im öffentlichen Nahverkehr erreichen wir nicht durch mehr Kameras, sondern durch mehr Polizistinnen und Polizisten die ansprechbar sind und in einem Notfall das Geschehen nicht nur aufzeichnen, sondern schnell handeln.
Kameras können den ‘Freund und Helfer’ nicht ersetzen”.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: 23. Mai 2008 um 8:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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