Vertrauen in deutsche Abgaskontrollbehörden auf Null

„Die neuen Ermittlungen der US-Umweltbehörde EPA zeigen: Der Aufklärungswille bei VW sowie bei Dobrindts Untersuchungskommission beschränkt sich auf das, was sowieso schon bekannt ist. Von den zuständigen deutschen Kontrollbehörden wie dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) kommt praktisch nichts. Dobrindt scheint es in alter Verbundenheit mit der Autoindustrie nur um ein Überstehen der Krise zu gehen. Und auch Umweltministerin Hendricks schweigt. Wir alle werden in unseren Städten unbeirrt mit zusätzlichen Abgasen vergiftet, damit VW & Co Extra-Gewinne einstreichen können“, erklärt Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in der VW-Abgasaffäre. Leidig weiter:

„Bei der öffentlichen Anhörung zum Abgasskandal gestern im Bundestag wurde deutlich: Die gesetzlichen Vorschriften für die Autoindustrie sind löchrig, Verschärfungen auf EU-Ebene wurden und werden immer noch von Deutschland verhindert oder hinausgezögert. Kontrolliert wird von Dienstleistern, die von der Autoindustrie abhängig sind, und die staatlichen Behörden schließen Augen und Ohren, wenn der Verdacht aufkommt, die Autoindustrie könnte manipuliert haben.

Deutlich wurde auch, dass die Techniken da sind, um die Abgase im realen Fahrbetrieb unter die Grenzwerte zu senken. Aber es werden von Autoindustrie, kontrollierenden Behörden und der Bundesregierung für die Extragewinne der deutschen Autoindustrie auf ihrem Expansionskurs tausende vorzeitige Todesfälle in Kauf genommen. Es muss jetzt endlich eine radikale Umorientierung erfolgen. Nur wenn Autos wirklich umweltverträglich und schadstoffarm werden, haben sie mittelfristig eine Zukunft.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

Anmerkung Sozialticker … liebe LINKE —> etwas Aufklärung gefällig ???

3 Gedanken zu „Vertrauen in deutsche Abgaskontrollbehörden auf Null“

  1. Das Video auf „Youtube“ sagt eigentlich Alles.
    Vielen Dank an die beiden Kabarettisten.
    Und die „Linken“ sollten sich mal überlegen, ob solche Sätze wie
    oben („Es muss jetzt endlich eine radikale Umorientierung erfolgen.“) tatsächlich noch Sinn machen.
    Schon nach der Marx‘ schen Definition des Kapitals ist jede Ermahnung sinnlos.
    Ändern wird sich erst dann Etwas, wenn das gesamte System verschwindet. Dies jedoch ist leider ein Wunschtraum und wird es wohl noch lange Zeit (- oder vielleicht bis in alle Ewigkeit?) bleiben.

  2. Wie was ? Vertrauen in irgendeine Behörde ? Habe ich schon lange nicht mehr! Die Sesselpfurtzer leben doch in einer eigenen Welt ohne jeglichen Bezug zum wahren Leben.

    Ich bin dafür das die Alimentierten „Behördenmitarbeiter“ alle 5 Jahre 3 Monate in der Wirklichen Welt leben müßen, also auch richtig arbeiten z.B. im Straßenbau!

  3. Es hilft nichts: Wer Abgaskontrolle und Schonung der Umwelt tatsächlich will, muss für sich Bus, U-Bahn und Bundesbahn nutzen und ansonsten auf den Drahtesel umsteigen. Es muss für jeden vernünftig denkenden Menschen doch klar sein, dass bei der Verbrennung von KW’s und Stickstoff haltiger Begleitstoffe CO2 und NO(x)-Gase entstehen, die in die Umwelt hinaus gepustet werden. Die Verbrennung erfolgt entsprechend der stöchiometrischen Gleichung – und ist ein Naturgesetz. Wer dieses Naturgesetz ändern will, muss sich an den lieben Herrgott wenden; ein amtlicher Beschluss ist dazu absolut untauglich.

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