Berlin:(hib/PK)- Psychotherapeutische Leistungen müssen angemessen vergütet werden. Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts (BSG) sei die Vergütung als angemessen anzusehen, wenn ein Ertrag erzielt werden könne, der dem von Fachärzten im unteren Einkommensbereich entspreche, heißt es in der Antwort (18/12282) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/12052) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Die Vergütung der aufgrund der geänderten Psychotherapie-Richtlinie geregelten Leistungen werde vom Bewertungsausschuss vereinbart. Der erweiterte Bewertungsausschuss habe überprüft, inwieweit eine Anpassung der Vergütung notwendig ist und im September 2015 dazu einen Beschluss gefasst.

„Aus dieser Beschlussfassung zur Überprüfung und Höherbewertung der antragspflichtigen psychotherapeutischen Leistungen“ resultierten Mehrausgaben in Höhe von jährlich rund 80 Millionen Euro, heißt es in der Antwort weiter. Hinzu kämen Mehrausgaben für die rückwirkend angepasste Vergütungshöhe. Das Bundesgesundheitsministerium prüfe derzeit die beschossenen Regelungen. Weitere gesetzliche Vorgaben, etwa zu Kriterien für die Vereinbarung einer angemessenen Vergütung der Psychotherapeuten, lehnt das Ministerium ab.

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker – tja, sie hätten Politiker werden sollen, dann wäre genug = nie genug. 🙂

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17. Mai 2017