Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen im Westen höher als im Osten
WIESBADEN – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Abstand der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste von Männern und Frauen im Jahr 2007 im früheren Bundesgebiet mit 24% wesentlich höher als in den neuen Bundesländern mit 6%. Die regionalen Differenzen lassen sich auf deutlich höhere Verdienste der Männer in den alten Bundesländern im Vergleich zu den neuen Ländern zurückführen. So lag der Bruttostundenverdienst von Männern im früheren Bundesgebiet um 45% über dem der Männer in den neuen Bundesländern. Bei den Frauen betrug dieser Unterschied lediglich 17%.
Bundesweit wurde für das Jahr 2007 ein Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern in Höhe von 23% ermittelt. In den Wirtschaftszweigen, in denen viele Frauen tätig sind, fällt der geschlechterspezifische Verdienstabstand überdurchschnittlich hoch aus. Dies gilt insbesondere für die Wirtschaftszweige Unternehmensnahe Dienstleistungen (30%), Verarbeitendes Gewerbe (29%), Handel (25%) sowie Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (24%).
Insgesamt ergeben sich für 2007 im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen der Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern.
Zur Ermittlung des geschlechterspezifischen Verdienstabstandes für das Jahr 2007 wurden die Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung 2006 mit Zahlen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung fortgeschätzt. Dieses Vorgehen ist notwendig, da die Verdienststrukturerhebung nur alle 4 Jahre durchgeführt wird.
Quelle und weitere Details: Statistisches Bundesamt Deutschland
Startseite - Veröffentlicht am: 17. November 2008 um 10:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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