Verbraucherschutzindex 2008 - schlechte Noten für die Bundesregierung
Anlässlich der Vorstellung des Verbraucherschutzindex durch den Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik:
Der vom Bundesverband der Verbraucherzentralen vorgestellte Verbraucherschutzindex 2008 erteilt der Bundesregierung schlechte Noten für ihre Verbraucherpolitik. 50 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich die Bundesregierung nicht ausreichend um ihre Verbraucherinteressen kümmert. Die Umfrage zeigte auch, dass Verbraucherpolitik GRÜN ist. Denn die bekannteste Verbraucherpolitikerin ist mit deutlichem Abstand vor Horst Seehofer nach wie vor Renate Künast.
Gute Noten bekamen auch die Verbraucherzentralen von den Befragten. Durch sie sehen die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Interessen besonders gut vertreten und wünschen sich deshalb mehr Beratungsstellen. Dieser Wunsch steht leider im krassen Widerspruch zu der defizitären Finanzausstattung der Verbraucherzentralen, wie die Studie ebenfalls belegt. Handlungsbedarf in Sachen Verbraucherpolitik ergibt sich besonders bei den Themen Lebensmittelkennzeichnung und Energiepreise. Als schlechteste Branchen schnitten bei der Befragung die Gas- und Stromversorger sowie die Deutsche Bahn ab.
Der Verbraucherschutzindex zeigt deutlich: Die Verbraucherpolitik ist ein Stiefkind der Bundesregierung. Die Haushaltsmittel für Verbraucherschutzmaßnahmen dümpeln unter Schwarz-Rot auf niedrigstem Niveau.
Wichtige Verbraucherthemen werden nicht angegangen und die Interessen der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht Ernst genommen. Für diese Verbraucherpolitik erhält Horst Seehofer von uns ein klares “ungenügend”.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: 26. Juni 2008 um 8:01 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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