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Samstag, der 10. Januar 2009 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Verbraucherpreise Juli 2008: + 3,3 Prozent zum Juli 2007

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Juli 2008 gegenüber Juli 2007 um 3,3% gestiegen. Die Inflationsrate verblieb damit auch im Juli 2008 auf ihrem höchsten Stand seit fast 15 Jahren (Dezember 1993: + 4,2%; Juni 2008: + 3,3%). Im Vergleich zum Vormonat Juni 2008 erhöhte sich der Index um 0,6%. Die Schätzung für Juli 2008 wurde damit bestätigt.

Die Inflationsrate im Juli 2008 ist wesentlich vom Preisauftrieb der Verbrauchsgüter (+ 8,2%) geprägt, vor allem die Preise für Energie und Nahrungsmittel lagen im Juli 2008 mit 15,1% und 8,0% weit über dem Vorjahresmonat und erklären gut zwei Drittel der gesamten Preissteigerungsrate.

Im Energiebereich erhöhten sich insbesondere die Preise für Mineralölprodukte (+ 24,0%; davon leichtes Heizöl: + 59,4% und Kraftstoffe: + 15,2%). Überdurchschnittliche Preissteigerungen waren auch bei den anderen Haushaltsenergien (Gas: + 8,1% und Strom: + 6,8%) zu beobachten, jedoch lagen diese deutlich unter denen der Mineralölprodukte. Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) hätte die Teuerungsrate bei + 1,9% gelegen.

Unter den Nahrungsmitteln waren Molkereiprodukte und Eier erheblich teurer als ein Jahr zuvor (+ 18,0%; darunter Quark: + 28,4%; Schnittkäse: + 27,1% und Joghurt: + 16,9%), gefolgt von Speisefetten und -ölen (+ 17,0%; darunter Pflanzenöl: + 29,9% und Butter: + 13,2%) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (+ 9,1%; darunter Nudeln: + 28,8% und Brötchen: + 9,1%). Deutlich teurer geworden ist im Juli 2008 auch die Tafel Schokolade (+ 14,6% gegenüber Juli 2007). Unterdurchschnitt­liche Preiserhöhungen waren dagegen bei Fisch und Fischwaren (+ 1,4%) zu verzeichnen.

Im Vergleich zu den Verbrauchsgütern wirkt die Preisentwicklung für Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer (− 0,2%; darunter Bekleidung und Schuhe: − 0,9%) sowie für langlebige Gebrauchsgüter (− 0,6%; darunter Informationsverarbeitungsgeräte − 15,6% und Haushaltsgeräte: − 0,5%) dämpfend auf die Inflation. Dienstleistungen lagen im Schnitt um 1,5% über den Indexstand des Vorjahres (darunter Versicherungsdienst­leistungen: + 3,8% und Nettokaltmieten: + 1,3%).

Die relative hohe Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex von 0,6% gegenüber dem Vormonat Juni 2008 verursachten in erste Linie die zu Ferienbeginn deutlich teurer gewordenen Pauschalreisen (+ 13,8%), Beherbergungsdienstleistungen (+ 9,7%; darunter Mieten für Ferienwohnungen: + 27,1%) sowie Flugreisen (+ 8,9% ). Auch für Kraftstoffe mussten die Verbraucher im Urlaubsmonat Juli 2008 mehr zahlen (+ 1,4%); damit erreichten die Preise für Kraftstoffe einen neuen Höchststand.

Binnen Monatsfrist stiegen die Nahrungsmittelpreise im Schnitt um 0,3%. Typisch für diese Jahreszeit ist der saisonbedingte Preisrückgang für einige Gemüsesorten (darunter Gurken: − 12,5% und Salat: − 7,4%), während sich beim Obst die Orangen (+ 5,8%) und die Äpfel (+ 5,0%) verteuerten. Auch für Milch sowie für Speisefette und -öle gab es wiederholt Preiserhöhungen (darunter Butter:+ 5,8%; Pflanzenöl:+ 3,4% und frische Vollmilch: + 2,3%). Geringere Preise als im Juni 2008 waren dagegen unter anderem bei Bekleidung und Schuhen (− 3,1%; davon Bekleidung: − 3,4% und Schuhe: − 1,6%) zu beobachten, Preisnachlässe gab es insbesondere für Artikel im Sommerschlussverkauf.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im Juli 2008 um 3,5% höher als im Juli 2007. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,7%. Die Schätzung für den HVPI vom 29. Juli 2008 wurde damit leicht nach oben korrigiert.

Quelle und detaillierte Informationen: Statistisches Bundesamt Deutschland

Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein   am: 18. August 2008 um 11:01 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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1 Kommentar / Frage

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1. ... Kommentar von Steinbock am Montag, 18.8.2008.

… bis zu 60 % Steigerung der Fixkosten bei gleichbleibendem ALG II - ergibt eine staatlich angeordnete Hungerperiode von Millionen Menschen, welche in ihr Elend gepresst zum Abschaum der Gesellschaft noch stigmatisiert werden.

Ja … wer hier den Aufschwung nicht erkennen kann …


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