Verbeamtete Lehrer sonnen sich im Süden - hiesige gehen stempeln
Glauben Sie nicht, oh doch - so soll es sein, im Hessischen Schulsystem. Lehrkräfte, welche auf “Stütze” in den Ferien angewiesen sind, weil man deren Verträge zum Beginn der Ferien auslaufen lässt, erzürnt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hessen - jedoch glaubt ein hessisches Kultusministerium somit das Schulsystem weiterhin halten zu können. Dabei ist das Konzept ein völlig einfaches und unverständliches zugleich.
Während eine verbeamtete Lehrerin vor Jahren mit ihrem Ehemann nach Australien gezogen ist, kann diese Stelle in Deutschland nicht neu besetzt und nur durch Vertretungslehrer mit einem Zeitvertrag belegt werden. Diese enden dann regelmäßig pünktlich vor den Sommerferien. Während dieser Zeit müssen sich die Lehrer arbeitslos melden und beziehen statt Landesgelder - Bundesgelder (Arbeitslosengeld) und sind daher aus den Büchern der Landesväter gestrichen. Haushaltskonsolidierung nennt man dies und weil die in Australien sitzende Lehrerin während der Ferien nicht vertreten werden braucht, kann die in Deutschland lebende Lehrerin in dieser Zeit zum “stempeln” gehen, denn in den Ferien bedarf es keiner Vertretung, sondern nur während der Schulzeit, wo die Verträge neu der Finanzlage verhandelt werden.
Achja, die Begründung, warum denn diese (eigentlich freie) Stelle nicht durch eine unbefristet eingestellte Lehrkraft vergeben werden könnte, ist doch klar verständlich - oder? Die Lehrerin, welche sich seit Jahren in Australien befindet könnte ja mal wiederkommen und dann benötigt sie ja ihren Arbeitsplatz. Wurde eigentlich ein Pisa-Test beim Hessischen Kultusministerium durchgeführt oder nur zum Problemfall erklärt?
Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock am: Samstag, 14. April 2007 - Haftungsausschluss ![]() |
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