Unionsforderung nach Betreuungsgeld löst mediales Entsetzen aus!
Die Regierungsparteien haben sich bekanntlich darauf geeinigt, ab 2013 das Recht auf einen Krippenplatz für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr einzuführen. Für die Unionsparteien kann dies (bislang) nur zusammen mit einem Betreuungsgeld von 150 Euro monatlich geschehen. Es soll an alle Eltern - Väter werden wie beim Elterngeld nicht ausgeschlossen - gehen, die das staatliche Krippenangebot nicht nutzen wollen. Selbst nach Auffassung der SPD und der Leyen-Fraktion sollen dies mindestens 65 Prozent der Eltern sein. Da liegt es auf der Hand, die wirtschaftliche Absicherung dieser Mütter und Väter nicht nur im ersten, sondern bis zum dritten gesetzlich garantierten Erziehungsjahr anzustreben.
Umso bemerkenswerter ist die mediale Reaktion auf diesen Vorschlag, die teilweise bis zum blanken “Entsetzen” reicht (vgl. HBF-Presseschau). Bei dem dabei gezeigten “fürsorglichen Paternalismus” gegenüber den anscheinend leicht “verführbaren Müttern” oder überforderten sozial schwachen Eltern bzw. solchen mit Migrationshintergrund wäre dann eigentlich nur eine Forderung konsequent: Schafft das Recht auf die dreijährige Elternzeit vollständig ab! Der vom Bürger unbelästigte Staat ist ja bekanntlich ein ähnlicher Heilsbringer wie der (ethik)freie Markt.
Quelle: Pressestelle Heidelberger-Familienbuero
Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: 21. Mai 2007 um 15:13 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
Druckversion:
|
Bookmark Buttons:
Weitere Beiträge zu diesem Themengebiet:
- Von der Leyen und Steinbrück haben das Betreuungsgeld immer abgelehnt - und schreiben es jetzt ins Gesetz
- Unaufrichtige Betreuungspolitik
- Pendlerpauschale löst finanzpolitisches Chaos in der großen Koalition aus
- Viele Hartz IV Kinder schauen zu viel fern
- Videoüberwachung löst keine Gewaltkriminalität
- Ausbau der Kindertagesbetreuung kommt
- Hirngespinst der Großen Koalition löst sich in Luft auf






